© 1997-2009 by M.Perlitschke |
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Donnerstag, der 07 Mai 2009:
Gegen 8 Uhr hiess es heute wieder aufstehen und das Wetter prüfen. Wie
erwartet strahlte draussen entsprechend der Wetterverhersage die Sonne und
ich beschloss das schöne Wetter heute auszunutzen, egal was da auch
kommen mag. Noch unter der Dusche schmiedete ich spontan meinen groben Tagesplan.
Und der hiess erstmal Frühstücken geben, denn
"ohne Mampf; kein Kampf".
Wie aus dem Ei gepellt ging es dann gut gelaunt und erstaunlich frisch
runter ins "Plate-Buffet". Nachdem ich an der Kasse wiedermal problemlos
mit meiner
Spielerkarte
mit einem Rabatt von 25 % reduziert mein Brechfest (Breakfast) bezahlt hatte
und kurze Zeit später am meinem zugeteilten Tisch hockte, begann wieder
das "grosse Schaufeln". Mein Gott, wie ich diese US-Schlemmereien am frühen
morgen liebe ! Zwei Pötte Kaffee; ein grosses Glas O-Saft und 2 Gläser
Milch liess ich mir kommen um die ganzen aufgeladenen Leckereien geschmeidig
und gut gewässert den Schlund runterflutschen zu lassen.
Als Alibi-Handlung gab es dann zum schluss noch einen Teller rappelvoll mit eingelegten Pfirsichen; Honig & Wassermelonen, denn ich bildete mir mal wieder ein, dass ich damit diese ganzen superfettigen und im grunde total ungesunden Nahrungs-Overkill für Geist und Körper kompensieren kann. Selbstbetrug auf ganzer Linie, aber dazu später mehr...
Nach ca. 40-50 Minuten verliess ich das Buffet zufrieden mit einem Bauch in den nun wirklich nichts mehr reinpasste und marschierte zurück ins Zimmer meinen Krempel holen.
Preiswert Zigaratten beim grossen Las Vegas
Manitu shoppen gehen:
Im Zimmer schnappte ich mir meinen Rucksack; Kamera
und alles das was man so braucht um draussen in der Natur herumtoben zu
können. Denn ich wollte den Tag heute mal wieder in meinen Lieblings-Park,
dem -VOF- (VALLEY OF FIRE) verbringen und dort
natürlich möglichst viel schönes entdecken. Da aber die
Tabaksteuer im letzten Monat erhöht wurde und eine guter Packung Fluppen
mittlerweile zwischen 5 und 7 US$ an der Tankstelle ( und die sind i.d.R.
wirklich günstig ) kostet, diesen Tag auch nutzen um meine schon vorhandene
angebrochene Stange Zigaretten aus dem Flieger vom Ankunftstag durch eine
weitere günstige zu ergänzen. Denn wer weiss, was die Fluppen unterwegs
kosten werden, wenn die hier in Vegas bei den üblichen verdächtigen
-also den Billigheinmern- schon so gruselig teuer geworden sind. Also hiess
mein erstes Tages-Ziel nachdem ich im Parkhaus bei meinem treu wartenden
NISSAN Altima ankam, der "PAIUTE TRIBAL
SMOKESHOP". Da ich ja schon vor der Reise wusste das zum 1 Mai
die Tabaksteuern explodieren, habe ich mir diese Indianer-Läden schon
in Deutschand gesucht um mich in Vegas mit preiswerten Zigaretten bei den
Rothäuten einzudecken. Von diesen Indianer-Shops gibt es 2 Stück
im Grossraum Vegas. Einen direkt am US-Highway 95 mit dem wohlklingenden
Namen "SNOW SMOKE SHOP MOUNTAIN" und einen direkt
in Las Vegas und beiden gemein sind die unschlagbaren Preise für
Zigaratten.
Diesmal programmierte ich im Parkhaus die Adresse vom "PAIUTE TRIBAL
SMKESHOP" in den im Wagen fest eingebauten Never Lost Navi ein, denn ich
war

natürlich
neugierig wie sich dieser im Vergleich zu meinem "IGO my Way 8" auf dem MDA-II
Telefon praktisch schlagen wird. Dieser Shop befindet sich an der Main-Street
und liegt ca. 1 Mile nördlich der Freemont-Street. Wenn man weiss wo
das "PLAZA Hotel/Casino" liegt, muss man auf dieser Strasse einfach nur Richtung
"Mainstreet Station Hotel/Casino" fahren. Also auf der Mainstreet immer gerade
aus in Richtung Norden. Man fährt dann unter einer Brücke und dem
Highway 93 hindurch; über die Kreuzug Bonanza Road; dann irgendwann
über die Kreuzung Washington Aventue und hat sein Ziel auf der linken
Seite ( zwischen dem "Paiute Circle" und "Paiute Drive" ) gefunden. Oder
ganz einfach: Man fährt so lange Richtung Norden bis rechts auf dem
Bürgersteig wahre Massen an Obdachlosen in Zelten direkt auf dem
Bürgerstig leben. Eine fiese runtergekommene Ecke in Downtown/North
Las Vegas mit extrem hoher Krimminalität und in der man nachts besser
nicht allein spazieren gehen sollte...
Hier lebt ein
kleiner Teil der gestrandeten; also die Alkoholiker; Drogensüchtigen;
Spielsüchtigen & auch die frischen Opfer der US-Wirtschafts/Finanzkrise.
Ein wirklich krasser Kontrast, wenn man bedenkt das nur 2 Autominuten Sounthbound
das ganz grosse Geld verdient wird. Das ist das kapitalistische dunkle America
wie wir es lieben oder auch hassen: Knallhart; brutal; rücksichtslos
und auch erbarmungslos. Wer scheitert, hat kaum eine Chance jemals diesen
kreislauf der Armut und Hoffnungslosigkeit zu verlassen.
Das Hertz Never Lost Navigations-System hat sich ( obwohl ich das auch
ohne problemlos gefunden hätte ) mit ein paar unsinnigen Abkürzungen
tapfer geschlagen,
aber an mein
IGO8 und mein MDA-II Smartphone reicht es nicht heran. Da liegen technologisch
Welten zwischen diesen Systemen. Dafür ist Never Lost aber auch
Idiotensicher was die extrem einfache Bedienung angeht. Toll am Never Lost
( und auch besser als bei IGO8 ) sind die Yellow Pages, wo man sich schnell
und einfach Geschäfte; Hotels; -eigentlich alles- bewquem raussuchen
lassen kann um das dann mit einem Knopfdruck ansteuern zu können. Das
kann IGO8 natürlich auch, aber nicht ganz so simpel wie das Nappo Never-Lost
von Hertz.
Wie gesagt; der Smokeshop war schnell lokalisiert und ein Parkplatz
war auch schnell direkt vor dem Laden gefunden, also rein in die Raucher-Stube
die eher einem Supermarkt gleicht. Und wo rannte ich Spinner rein ? Genau
in den Arnold Schwarzenegger Monsterzigarren Laden. Denn das stank dort wie
Seuche nach
billigen Zigarren und der Typ der dort gelangweilt Verkäufer spielte,
schickte mich wieder raus und meinte nur kurz "Zigarettes
? Use the next door....". Ich also aus dieser Stinkerbude raus und
die nächste Eingangstüre draussen gestürmt. Aber ich kam dort
keine 2 Meter, denn eine Kante von Security-Maxe ( der wohl mit Arnold
öfters trainiert hatte ) stoppte mich umgehend ,denn mein Rucksack war
da nicht erlaubt. Also liess ich meinen Rucksack bei diesem finster und
unfreundlichen Burschen, dem man wohl 1.000.000 mal erzählt hat, dass
das was der da treibt überlebenswichtig für den Stamm ist und die
Nationale Sicherheit sowieso immer auf dem Spiel stünde. Man muss es
den Muselbekappten Kleinhirnen wohl nur oft genug sagen und die
diesbezüglich wie in US-Unternehmen üblich konditionieren und
schwupps---->irgendwann glauben die diesen Hohlbirnen auch jeden
Blödsinn. Egal, mit dem Typen legt sich jedenfalls so schnell keiner
an und ganz wohl war mir nicht dabei meinen Rucksack bei einem Typen liegen
zu haben, der aussah,
als wenn
der gerade erst 30 Jahre Knast wegen Mordes hinter sich hatte. Egal....ich
war nun im Laden und dieser natürlich vollgestopft mit allem was Raucher
glücklich macht ( auch Kau-Tabak in extremen Mengen ! ). Hierzu
zählten auch zwei halbnackte junge Promotion-Mädels die dort kostenlos
Zigaretten an die Kunden verteilten, welche man natürlich sofort im
Laden Rauchen musste. Ich liess mich da nicht lange bitten, denn bei diesen
Bikini-Schönheiten der Marke "Voll Porno" und
"Sex sells" konnte die Zigarete ( und so manch anderes ) garnicht
lang genug qualmen. Übrigens: Es ist immer wieder erstaunlich, wie
strapazierfähig ein kleines bisschen Stoff über gigantisch schweren
Brüsten sein muss, damit da kein Unfall passiert oder etwas
herausfällt.
Die kostenlose Pornorette ----ähm Zigarette natürlich---- schmeckte zum kotzen und ich lehnte dankend ab einen ganzen Karton oder gar mehrere davon zu kaufen und verkrümelte mich in die Ecke mit den guten Markenfluppen. Dort wurde ich mit einem Karton Marboro für 39.98 US$ auch glatt fündig. D.h. die Schachtel fuer 4 US$ und das geht absolut in Ordung, da man an den bekannten Vegas Tankstellen für das gleiche im Supersonderangebot mittlerweile happige 50-55 US$ berappen muss.
Ein
wirklich abgefahrener Laden; in noch abgefahrener Umgebung. Aber die -Porno-
ähmmm....Promo-Mädels waren genial, und die Preise auch nach meinem
Geschmack. SUPER ! Absolut empfehlenswert für jeden Raucher der in Las
Vegas die günstigsten Markenfluppen benötigt. Neben dem Security-Affen
durfte ich feststellen das auch das Personl an den Kassen total unfreundlich
war. Bei einem Laden mit diesem Alleinstellungsmerkmal kann man sich da offenbar
leisten die Kunden beschissen und unfreundlich abzufertigen. Als Deutscher
war das aber ganz witzig, denn ich dachte dort bei LIDL; ALDI; REAL &
Konsorten zu stehen und fühlte mich dort fast wie in OLD OLD GERMANY
wo ein Kunde grundsätzlich lästig ist...
Egal, ich hatte was ich wollte und machte mich aus dieser fiesen Gegend umgehend vom Acker um mein nächstes Ziel anzusteuern !
Fahrt ins Valley of Fire (VOF)
und meine dortigen Aktivitäten:
Über das Valley of Fire habe ich in
den letzten Reisetagebüchern schon soviel geschreiben ,dass ich das
in diesen Reisetagebuch nicht nochmal alles breitwalzen werde. Das
VOF ist ein total untzerschätzter
bildschöner State-Park nördlich von Las Vegas in dem viele nur
wenige Stunden verbringen und diesen dann als "Erledigt" aus Ihrer "to do
list" abhaken. Fakt ist aber, dass dieser Park soviel sehenswertes bietet,
dass man dort eine ganze
Woche lang
intensiv herumlungern kann und man dann immernoch an der Oberfläche
des gesehenen kratzt. Das VOF ist ein wahres Zauberwunderland; ein Paradies
für alle Arch-Hunter; Fotografen und selbige die sich dafür halten
und mich hat der VOF-Virus schon ein paar Jahren schwer gepackt und von Besuch
zu Besuch wird das bei mir scheinbar immer schlimmer...
Also knisterte ich Pfeife mit meinen 200 neuen Marboro-Friedenspfeifen im Kofferraum auf kürzestem Wege auf die Interstate I-15 um die ca. 80 Kilometer in Richtung Norden bis zum Valley of Fire in ca. 1 Stunde runterzureissen. Natürlich hatte ich da schon ein paar Ideen aus Deutschland und den Google-Earth Sat-Maps mitgenommen. Den Tag heute wollte ich mit den hochinteressanten Bereich in der Nähe des "Atlatl Rock Campgrounds" im westlichen Bereich des Parks laufend und kletternd erforschen um danach dann auf die Ostseite des Parks zu fahren um dort auf dem "Arrowhead Trail" zu erwandern und dann wollte ich schon immer mal wissen was man in Bereich des "Silica Domes" ( in direkter Nähe des Fire Canyons ) krakselnd so alles feines entdecken kann. Und zu guter letzt noch im Norden einen kleinen Hiking-Ausflug in die Pampa wagen. Das war jedenfalls mein Basis-Plan. Was letztendlich draus geworden ist, kann man oben in der VOF Map an den blauen Punkten erkennen. Das waren die Bereiche in denen ich mich heute herumtrieb.
Beim bekannten Valley of Fire Schild kurz vor der kleinen Ranger-Station stoppte ich, denn nun mussten dringend ein paar Pflanzen gewässert werden und ich nutzte diesen Stop auch um meinen Wagen im halbwegs sauberen Zustand fotografieren, denn der wird sich wird sich im laufe der Wochen optisch sicherlich verändern.
Nachdem ich wieder leer war und meine "noch halbwegs sauberes
Nissan-TuckTuck Bilder im Kasten hatte, ging es zur Rangerstation die
übrichen paar Klimper-Dollars Tagesgebühr für diesen Statepark
entrichten und schon konnte ich meine angedachten Missions-Ziele lustvoll
abarbeiten. Schon beim Anblick der ersten roten Feldformationen wurde mir
wieder richtig warm ums Herz oder war es die heise Luft die mir bei offenen
Fenster in den Wagen ströhmte ?! War schon jetzt abgenehm kuschelig
und das Thermometer wird sicherlich noch ein paar Scheite nachlegen. Und
Wind gab es zu diesem Zeitpunkt auch keinen. Beste Voraussetzungen für
einen ersten Kreislauf-Härtetest.
VOF Missionsziel 1---->Die
Feldformationen im Bereich des Arch
Rocks<----:
Weit
vom Eingang hatte ich auf der Hauptstrasse die sich durch das VOF
schlängelt nicht um mein erstes Ziel zu erreichen, denn ich bog umgehend
vor dem Arch-Rock Bereich links auf eine Dirt Road
( das sind diese
unasphaltierten Staubpisten ) um meinen Wagen an einer geeigneten Stelle
seitlich auf der Strasse stehen zu lassen. Aber bevor es losging, cremte
ich mich erstmal mit diesem SunBlocker Lichtschtzfaktor 50 so dick ein, das
selbst ein eine gezündete Atombombe im Valley of Fire samt Atomblitz
keinerlei Rötung auf meiner zarten Haut hinterlassen hätte. Denn
bei dieser brutal brennednen Sonne würde man sich den ganzen Tag
ungeschützt einen superfiesen Sonnenbrand holen. Also erstmal Arme;
Hals; Gesicht; Ohren; Lippen; Beine; Hände---eigentlich alles--- üppig
eincremen und dann den Rucksack mit etwas Wasser schultern um nun auf
Entdeckungsreise zu gehen.
In der MAP links habe ich mit blauen Punkte meine gelaufene Route grob eingezeichnet, wobei man da von laufen weniger reden kann, da es eher ein recht Schweisstreibende anstrengende Kraselei über die Felsen entsprach. Man musste sich seinen Weg geschickt suchen und kleine Klettereinlagen sind in so einem bizarren Gelände einfach erforderlich.
Und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht, denn hier wimmelte es
nur so vor hochinteressanten Motiven, die einem beim vorbeifahren
sprichwörtlich verborgen
bleiben. Dieser südliche Bereich der Arch-Rock Formation ist sicherlich
der interessanteste und meine Erwartungen an Formen und Eindrucken wurden
bei weitem übertroffen. Einzig die immer brutaler werdende Hitze macht
einem bei solch anstrengenden "Erkundungen" zu schaffen und man muss dort
auch extrem aufpassen nicht zufällig bekanntschaft mit einer Schlange
zu machen, denn dort gibt es fast schon ideale Bedigungen für Schlangen
die sich dort überall vor der Hitze im Schatten prima verstecken
können.
Also immer gut aufpassen wo man hintrampelt, aber dieser Ratschlag gilt
ohnehin für den gesamten Westen der USA. Also hiess es für mich
nun "ich trampel durch´s Getreide und durch die
Saat, Hurra ich verblöde für mich bezahlt immer noch NICHT der
Staat". Hier fand ich sogar erneut meine heiss geliebten MOKI´s
im Fels stecken. Und Formationen die aussahen wie Elefanten ( viel besser
als der Elephant-Rock am Osteingang ); Gesichter; Masken und
Klapperschlangen-Köpfe aus rotem Fels. Eine bizarre aber bildschöne
Phantasiewelt wartete nur drauf entdeckt zu werden...
VOF Missionsziel 2---->Panorama Rock Window
Teil 1<----:
Auch
wenn ich mittlerweile gut durchgeschwitzt war ( sehr heisse Luft; kaum Wind
und die Sonne brannte
erbarmungslos und heizte das Valley of Fire dem Namen nach sehr passend
auf ), motivierten mich die herrlich bizarren Formationen enorm, das war
mal wieder genau mein Ding. Dieser kleine Krakseltour hatte sich wirklich
gelohnt und obige Bilder sind nur ein ganz kleiner Eindruck von dem, was
man dort alles zu sehen bekommt. Einfach wunderbar schön diese Ecke
und ich hatte mal wieder den richtigen Riecher ( logisch, bei der grossen
Nase !!! ). Danach hiess es wieder auf der Staubpiste zurück auf die
Hauptstrasse und nun die Augen offen halten, denn ich wusste das irgendwo
rechts in der Felsformation kurz vor den Petrified
Logs ( welche langweilig sind ! ) ein weiteres Highlight dieses Parks
mit dem Namen "PANORAMA ROCK WINDOW" dekorativ
steht. Also fuhr ich extrem langsam, denn von der Hauptstrasse übersieht
man diese dekorativen "Burschen" sehr leicht, welcher
nur in einem speziellenn Winkel als solcher ganz klein in der Ferne
zur rechten zu identifizieren ist. Und Volltreffer, ich konnte den oder besser
DAS "PANORAMA ROCK WINDOW" optisch lokalisieren
und bog umgehend rechts auf dem unaspahaltierten Weg zu den Petrified Logs
ein um dann an der in der Map rechts makrierten Stelle
ein Plätzlichen für mein Nissan zu suchen. Denn nun hiess
es wieder: Auf Schusters Rappen nur 10 Minuten durch
die Pampa wie rechts blau markiert zum Panorama Rock Window ( den
ich passend "Window-Arch" genannt habe ) latschen.
Unten am fusse dieses Highlights im trockenden Wash stehend sieht man zur rechten eine Möglichkeit zum hochklettern auch wenn dort jede Menge erodierte grössere Feldbrocken herumliegen ist das Aufstieg kein Problem. Wenn man vorsichtig ist ( auch hier wieder auf im Schatten liegende Schlangen achten ! ), ist das alles kein Problem und oben angekommen, wird man mit einem sagenhaften schönen Anblick entschädigt und findet dort sogar einen Felsen den man als Picknick-Möglichkeit oder einfach nur zum Chillen prima missbrauchen kann. Lange Rede kurzer Sinn, hier nun die Bilder:
"Mann ist der "Porno", dachte ich mir hier
oben und ich musste nun einfach eine Friedenspfeife inform einer Marboro
bei diesem fantastischen Anblick rauchen. Brennen kann dort ja nichts, denn
Felsen können nunmal nicht brennen und die Kippe packte ich natürlich
ökologisch korrekt in meine Hosentasche, denn das vermutzen der Parks
überlasse ich besser den Menschen, die soetwas eindeutig besser
können.
Danach hiess es wieder runter vom "Anazazi Ausguck" und pullern gehen, denn ich hatte von vielen Wasser-Konsum mächtig Druck. Also markierte ich diesen Ohr bei für Fotos ungünstigen Lichtbedigungen als mein heutiges persönliches Eigentum, just in case ! Auch liess ich es mir nicht nehmen nochmal um dem Rock herumzulaufen und zu schauen wie der von hinten aussieht und marschierte noch ein wenig dort herum. Irgendwann hiess es aber den "Rückzug" antreten, denn ich hatte mein Hiking-Cap dummerweise im Auto liegen lassen. Ein letzter Blick aus dem Auto und schon steuerte ich meinem nächsten Ziel entgegen...
VOF Missionsziel 3---->Arrowhead Arch<
samt Wanderung auf dem Arrowhead Trail----:
Jetzt
düste ich auf die östliche Seite des Parks um am Arrow-Head Trail
zu parken. Denn ich wollte hier und heute endlich mal den längst
überfälligen "Arrowhead
Arch" anschauen und in der Gegend auch
ein bisschen wandern und schauen was es sonst noch interessantes in diesem
Bereich zu erforschen gibt. Diesmal aber mit Cap und jeder Menge Wasser,
denn mittlerweile wurde die Hitze draussen ( um die 100 Grad Fahrenheit )
fast schon unerträglich um dort körperlich aktiv zu werden. Also
marschierte ich den Arrowhead-Trail entlang und erreichte erstaunlich schnell
den wirklich hübschen "Arrowhead
Arch"...
Oben in der grossen MAP habe ich die Strecke wie üblich blau gepunket markiert und auch die Position des Arrowhead-Arches. Ist nicht sonderlich weit vom Parkplatz entfernt und der Trampelpfad ist auch nicht zu übersehen.
Meine Neugier war mal wieder grösser als die Hitze und ich wollte
wissen wo dieser Trampelpfad endet. Und dafür brauchte ich nur 5 Minuten
laufen, dann gab es keinen Pfad mehr und man musste sich seinen eigenen Weg
durch das unwegsame Gelände bahnen.
Und das wurde wieder eine Kraskeltour und war zudem super anstrengend da man ständig kleinere Hügel rauf und wieder runterzuklettern hatte. Mir kochte im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Hintern und der Schweiss lief in strömen und ich musste da auch alle Nase lang ein paar kleine Verschnaufpausen einlegen. Lohnt es sich so weit ins Gelände zu gehen ? Meiner Meinung nach nicht, aber man sollte nach dem Arrowhead-Arch noch min. 10-15 Minuten weiterlaufen da auf dem Berghang zur linken ein paar sehr hübsche und Bizarre Felsformationen nur drauf warten geknipst zu werden.
Genug war genug, denn langsam raste meine Pumpe
so dermassen bedrohlich, dass ich das Gefühl hatte jede Sekunde umzukippen.
Meine Hände schwollen an; der Schweiss lief wie in Strömen und
auch mein Gesicht fühlte sich an, als wenn es jede Sekunde platzt und
Kopfschmerzen machten sich breit. Ich lief dort bei diesem
Umweltbedingungen auf Notstrom, denn wirklich Zeit mich etwas
abzukühlen hatte ich bisher noch nicht. Also schleppte ich mich irgendwann
zurück zum Auto und liess die Klimaanlage auf Blitzkrieg laufen und
schüttete fast 1 Liter Wasser in mich hinein. Ich hatte das Gefühl
zu verdursten und keine Luft mehr zu bekommen. Nach ca. 10 Minuten im
mittlerweile kühlen Auto ging es mir aber zum Glück wieder so gut,
dass ich noch einen Eintrag in mein "Gesichter des Totes Reisetagebuches"
vornehmen konnte. Und diesmal stimmte das mit den Gesichtern des Todes sogar.
Schaut mich mal ganz genau an und achtet mal auf meine Tränensäcke
und Gesichtsausdruck. Sah ich wirklich so Scheisse aus; war ich es oder jemand
anderes ? Das es mir wieder gut ging kann man dadran erkennen das die Fluppe
wieder qualmt. Wer sich zutraut dieses Horror-Show anzuschauen
<<<< klickt hier >>> oder rechts
in den TV-Monitor. Aber ich warne Euch, es gab schon schönere
Micha-Videos...grins...
Da ich erstmal auf keinem Fall raus aus dem kühlen Auto wollte,
beschloss ich noch schnell zum Elephant-Rock in der Nähe des Ost-Eingang
zu fahren, dort
schnell einen Rüsselschnappschuss zu tätigen und dann wieder
zurück zu fahren. Vorbei an meinem "Arrowhead Trail" wo ich eben noch
stand und noch ein Stück weiter geradeaus über die kleine Brücke
des "NorthFork Washs". Dort suchte ich mir eine
Parkmöglichkeit und tobte noch etwas geschwächt, rein in den North
Fork Wash und lief diesen total sandigen Wash ein paar Meter. Grund: Ich
hatte in meinem Reisetagebuch 2008 bei
meinem Hike zum Emphemeral Arch drüber philosophiert, ob es nicht eine
einfacher Möglichkeit gibt in den North Fork Wash zu gelangen und das
anstrengende Gekrasel über den Berg bei den Cabins zu vermeiden ? Antwort:
Ja, gibt es und zwar hier ! Nachteil: Die Strecke verlängert sich und
das laufen im Sand ist sehr anstrengend. Unterm Strich tun sich beide Varianten
sicherlich nicht sonderlich viel, sodass jeder selbst entscheiden sollte.
Nachdem das nun geklärt war, düste ich erstmal zum Visitor-Center,
nicht um es zu besuchen, sondern um mir dort etwas wirklich kaltes zu trinken
zu kaufen. Zum Glück haben die im Eingangsbereich einen Soda-Automaten
stehen wo ich mir einen eiskaltes US-Getränkeexperiment zog ( keine
Ahnung was das für ein Zeugs
war, aber es war eiskalt und schmeckte lecker ). Und dort machte ich
erstmal eine ausgedehnte Pause und ruhte mich solange aus, bis mein Kreislauf
wieder normal "Tickte". Nach ca. 30 Minuten sitzen und gemütlichem abchillen
im klimatisierten Gebäude ging es mir wieder wunderbar und ich stellte
mir die Frage, ob ich den Grand Canyon wirklich runterlaufen soll, wenn ich
hier schon nach wenigen Stunden fast umkippe. Da mir die Pause sehr gut tat,
nehme ich an, das ich es einfach etwas mit meinen Aktivitäten bei der
brutalen Hitze ohne eine ausreichende Pause einzulegen übertrieben hatte
und wollte diese Annahme nun einem Praxis-Test unterziehen auch um ein besseres
Gefühl für das richtige Pausen-Timing (als Vorbereitung auf meinen
in wenigen Tagen geplanten Grand Canyon Abstieg) zu bekommen.
Also schwang ich meinen durchgeschwitzten Hintern ins Auto und steuerte mein nächstes Missionsziel an. Also die Stichstrasse Richtung Norden fahren vorbei an einem meiner Lieblings-Motive der Valley of Fire Variante des "Balance Rock". Da musste ich natürlich auch wieder ein Foto schiessen...jaja, i know....ich bin bekloppt !
VOF Missionsziel 4---->Silica Dome / Fire
Canyon< samt Wanderung----:
Ich düste also Richtung Norden vorbei an Mouses Tank um
kurz hinter dem Overlook zur "Rainbow Vista" rechts auf die unasphaltierte
Stichstrasse bis zum Ende beim "Silica Dome" und dem "Fire Canyon" zu fahren.
Dort stellte ich meinen Wagen ab und machte meinen Rucksack und meine
Hikings-Stöcke -welche noch jungfräulich im Kofferraum lagen- klar.
Denn das was ich vorhabe, könnte nun richtig anstrengend bei der Hitze
werden.
Zum Glück kam dort etwas Wind auf, sodass man nicht mehr das
Gefühl hatte in einem Backofen mit "Ober und Unterhitze" zu hocken.
Nachdem die Sticks korrekt eingestellt
waren, latschte ich an der Umgehung und Strassensperre vorbei und fand
auch nach einigen 100 Metern den Grund für die Sperrung. Die Piste war
an einer Stelle komplett weggespühlt und es klaffte ein gigantischer
Riss von fast 1 Meter breite und 1 Meter tiefe in dieser Staub-Piste. Da
kann niemand mehr mit einem Auto fahren und da diese Sperrung schon ein paar
Jahre vorhanden ist, macht mich soetwas natürlich sehr neugierig.
Übrigens die billigen 15 Euro Hiking-Sticks von LIDL funktionierten
super. Nur die Gummi-Schuhe unten nervten auf weichem Untergrund, sodass
ich diese unterwegs entfernte und mit den Hartmetallspitzen unterwegs war.
Nach ersten kleinen Koordinations-Problemen ( rechten Fuss vor; linker
Stick hinten
und rechter Fuss hinten und Stick vorn ) fand ich irgendwann
den korrekten Ryhtmus und stellte schon nach kurzer Zeit fest, wie enorm
entlastend und hilreich diese Hiking-Sticks sind. Hätte im Leben nicht
damit gerechnet, dass dieser Effekt schon nach ein paar hundert Metern so
klar spürbar ist. Die Beine werden entlastet und der Rucksack auf dem
Rücken war auch nicht mehr zu spüren. Ich war begeistert und hatte
hier und jetzt zwei neue Freunde gefunden. Diese Sticks ( die ich nun Ernie
& Bert nennen werde ) sind SUPER und werden mir -sofern die durchhalten-
bestimmt noch exellente Dienste leisten. Also marschierte ich....aber
STOP ! Ihr weisst ja garnicht wohin ich marschiere.
Das wird nun mit einer MAP in der ich meinen kleinen
Marsch eingezeichnet habe geändert:
Mein Weg führte mich von der Strasse recht schnell bergauf ( siehe
MAP oben ) in den Bereich der gelben Felsen wo ich eine ganze Weile wie ein
"Grosser" am
herumkraseln war. Auch ist die Aussicht hier oben unglaublich schön
und man darf sich sicher sein, dass man niemanden antreffen wird ( niemand
wird bei einer solchen Hitze hier raufklettern ). Und das Beste, fast exakt
an der Stelle an der ich mich herumtrieb wurde damals auch "Star Trek
Generations" gedreht und ich tobte hier in der einzigartigen Geologie des
Silica Domes herum. Das machte richtig Spass und die Hikings-Sticks waren
auch eine gigantische Kletterhilfe, da man diese als Stützen prima
missbrauchen kann. Auch kann man von hier oben prima den ehemaligen
Strassenverlauf nach Nord-Osten verfolgen und hat sogar Sicht bis nach Overton.
Auf einigen Fotos sieht man den Bereich in den die nun schon seit Jahren
unterbrochene Strasse geführt hat. Und ich verwette aufgrund der
Felsformationen und Färbung meinen Hintern drauf, dass sich dort so
mach positive Überraschung versteckt hält. Leider ist das zu fuss
eine ganze Ecke zu laufen, aber im Winter bei angenehmeren Temperaturen
wäre das wirklich mal eine interessante Idee. Egal, hier oben gab es
auch erstaunlich viel zu entdecken und stelle gerade fest, dass ich oben
in der MAP einen Fehler bei meiner Route gemacht habe. Ich bin weiter an
den roten Fire-Canyon drangekommen, als oben eingezeichnet und auch tiefer
westlich reingelatscht...
Das ganze war auch ziemlich anstrengend, aber mit den Ernie & Bert
Hikings-Sticks liess es sich ertragen. Es hat sich gelohnt, denn diese Ecke
ist wirklich Bildschön und die Aussicht phänomenal. Und das in
jeder Richtung,
sodass ich hier oben an einer schönen Stelle verweilte und die
Szenerie bei einer nicht minder schönen Zigarette einfach nur "in vollen
(Lungen)zügen" genoss. Auch beobachtete ich in der Ferne wie ein paar
Leute auf den Parkplatz an dem auch mein Auto parkte standen und Ihre
üblichen Fotos schossen. Wer weiss, vielleicht sehen die zuhause bei
voller Vergösserung etwas schwarzes in der ferne sitzen, nämlich
mich und fragen sich wie der komische Typ dort hingekommen ist...smile...Absolut
Empfehlenswert und auch diesmal hat mich mein Riecher nicht im Stich gelassen
! Denn das war hier ein Volltreffer...
VOF ---->Pause bei den White Domes &
kleiner Hiking-Trip in das Rainbow Vista
Gelände<----:
Irgendwann erreichte ich nach einer anstrengenden Abkürzung wieder
mal extrem gut durchgeschwitzt zufrieden mein Auto und war froh das nun
Kreislauftechnisch
mein Motor wieder rund lief.
An
dieser Stelle beschloss ich zum überdachten Picknick-Bereich an das
Ende der nordlichen Stichstrasse bis zu den White Domes zu fahren und dort
eine Pause zu machen. Ich war übrigens nicht der einzige der dort Pause
machte, wohl aber der schmutzigste da meine Hose; Beine und Schuhe ziemlich
verdreckt waren. Und wie sollte es anders sein, man ( ein Paar aus GB eines
aus den USA und meine Wenigkeit ) kamen auch wieder ins Gespräch und
das mit meinem Lieblingsthema; Devisen; Wirtschaft und Politik. Ich hatte
nun alle meine Tagesziele erledigt und nichts weiter auf meinem Plan stehen
und zeitlich noch Luft für ein paar spontane Expermiente; Stops und
kleinere Hikes rein in die Pampa., denn die Sonne stand wirklich toll und
die Farben fingen langsam an kräftig zu leuchten...
Irgendwann verliess ich diese Hyper-Kommunikativen Burschen ( nunja, wenn ich die länge dieses Reisebucheintrages anschaue, bin ich ja auch nicht viel besser ); schloss noch ein paar alberne Fotos ( siehe oben ) und verliess die White Domes. Denn nun wollte zumindest noch ein kleines bisschen in das hochinteressante Rainbow-Vista Gelände an einer Stelle marschieren die mir zuvor beim vorbeifahren aufgefallen ist. Rechts in der MAP habe ich die grobe Position mit einem blauen Punkt markiert.
Also den Nissan passend abstellen; Rucksack geschultert und einfach
drauf los marschiert. Ok...nur ein paar
Meter funktionierte das mit dem marschieren, denn dann hiess es wieder
vorsichtig im Schleichgang durch die interessante Felslandschaft kraseln
und aufpassen das man sich da nicht auf´s Maul packt. Und fast wäre
es gesehen, ich knickte einmal um und kam mächtig ins straucheln. War
ganz nett anzuschauen aber zum Fotos machen hatte ich kaum Zeit da ich die
ganze Zeit damit beschäftigt war nicht hinzufallen und die Kamera sicher
hinten im Rucksack lag. Ein paar Bilder sind mir dann aber doch gelungen
und ich war erstaunt dort jemand in einem Felsloch gemütlich liegen
zu sehen ( das Bild unten ganz rechts ) der sich dort offenbar einen
Sonnentherapie verordnet hatte. Ein abgefahrener Ort für ein gepflegtes
Sonnenbad...
Irgendwann tobte ich wieder zurück und schoss unterwegs auf meinem
Rückweg zum Parkausgang noch ein paar spontane Bilder. Natürlich
dürfte auch mein mittlerweile Farbveränderter "VOF Balance Rock"
nicht fehlen. Hier die Bilder meiner Tour zurück:
VOF Missionsziel 2---->Panorama Rock Window
Teil 2<----:
Als ich auf Höhe des "Panorama Rock Window
"war, den ich vor vielen Stunden besucht hatte, fing das Valley of Fire an
seinen Namen alle Ehre zu machen. Die Sonne sank immer tiefer und die Farben
wurden immer prächtiger.
Da gab es einfach kein halten mehr, ich musste nochmal dort hinlaufen;
hochkrakseln und mit viel Zeit den
Sonnenuntergang erleben und mal richtig an richtigen Ort die Seele
mächtig baumeln lassen. Denn heute hatte ich genug Aktivitäten
hinter mir und nun hatte ich wirklich mal Lust absolut garnichts mehr zu
machen. Also los gehts...und 15 Minuten später stand ich auch schon
wieder auf meinem Logenplatz und konnte mir natürlich nicht verkneifen
ein dusseligen Videotagebuch-Eintrag zu erzeugen und da ziemlichen Unsinn
zu labern. Wer leidensfähig genug ist, kann sich dieses saudämliche
Video durch einen <<<KLICK
HIER>>> oder rechts in den TV-Monitor reinziehen.
Scheinbar hatte die Hitze die letzten Gehirnzellen in mir "formatiert"
! Egal, ich fand es hier oben klasse und verweilte dort fast eine Stunde
ohne das mir auch nur eine Sekunde langweilig wurde. Genug Wasser und Zigaretten
( die Stummel nahm ich mit ! ) waren am Mann und es war einfach toll das
Naturschauspiel der immer tiefer sinkenden Sonne und den
Farbveränderungen und Schattenspiele in aller Ruhe zu beobachten. Irgendwann
schoss ich auch keine Bilder mehr, denn ich konzentrierte mich einfach auf
dem Augenblick; die vielen kleinen exklusiven Momente und das "Panorama Rock
Window". Auch packte ich mich einfach mal auf meinem Logenplatz lang hin;
schob meinen Rucksack unter den Kopf und döste dort ein bisschen herum
um fast alles um mich herum zu vergessen. Das Wetter war toll; die Sonne
ging wunderbar unter und ich fühlte mich mit der Natur so extrem verbunden
wie selten. Mit einem Satz: Ich befand mich in einer Art Balance mit mir
und der unglaublich beeindruckenden Natur. Auch wenn ich mitunter ein
knüppelhartes Kampfschwein bin, sind das die wenigen Momente in denen
meine extrem zerbrechliche Seite zum Vorschein kommt. Das sind fast
religösen Momente von denen ich meine Lebens-Energie abzapfe und
glücklich bin selbige erleben zu dürfen. Dieses besondere Gefühl
ist nicht ganz einfach zu beschreiben....man ist irgendwie mit sich selbst
und allem anderen irgendwie im reinen und schwingt im Gleichklang mit den
Elementen und der Natur. Ich hatte also das Gefühl ein Teil des ganzen
zu sein und diese speziellen Gefühlsmomente sind -zumindest bei mir-
extrem selten. Entspannung und innere Ruhe in seiner reinsten und wohl auch
extremsten Form !
Nachdem die Sonne einen so tiefen Stand erreicht hatte, das hier nichts
mehr zu erwarten war machte ich mich an den Abstieg und schnüffelte
noch in der Umgebung herum, denn noch war es hell und vielleicht entdeckt
man noch das eine oder andere Highlight. Insgeheim hoffte ich auf nun langsam
aktive Taranteln oder Schlangen zu treffen, denn das wäre die Kröhnung
dieses Tages gewesen. Leider war meine Suche nicht von Erfolg gekröhnt,
aber das machte absolut nichts und ich marschierte wieder zurück zu
meinem treu wartenden Wagen und dort angekommen lief mir natürlich (
es war immer noch derbe heiss ) die Scheiss-Suppe den Hintern runter. Meinem
Nissan Altima schien es auch nicht besser zu gehen, denn nachdem ich die
Fahrertüre öffnete schlug mir aus dem Fahrerraum eine brauchiale
Hitze entgegen und das Lenkrad und andere Dingen waren so heiss das man diese
kaum mit den Händen anfassen konnte....
Dieser anstrengende Tag hatte in meinem Gesicht Spuren hinterlassen und ich sah trotz meiner inneren Zufriedenheit leicht angeschlagen und etwas lediert aus. Scheiss auf die Optik.....MDA-II in den Halter; IGO8 Navigations-Software angeschmissen; Stratosphere als Ziel eingegeben and "HIT THE ROAD, Mike !"....
Zurück nach Vegas; Duschen; Dinner im
Sahara und Live Event in der Black Alley Bar:
Ich fuhr auf gleichem Weg wie ich gekommen war
wieder zurück nach Las Vegas. Also durch den Westeingang des VOF raus
( das kleine Rangerhäusschen war mittlerweile leer und verlassen ) bis
zur Interstate I-15 und dort dann südlich bis nach Las Vegas und meinem
Abzeiger "Sahara Ave.". Mein IGO8 Navi funktionierte perfekt und auf den
Punkt genau und ca. 1 Stunde und 20 Minuten rollte ich wieder in mein
Hauptquartier dem Stratopshere-Parkhaus ein. Im 6ten
Stockwerk
parkte ich den Wagen und marschierte erstmal auf Zimmer um mir dort eine
erfrischende Dusche zu genehmigen und die total verwitzten Klamotten zu
wechseln.
Danach ging es vom Stratosphere zufuss ca. 10 Min. ins Sahara Hotel/Casino
um dort günstig essen zu gehen. Denn ich wusste, das ich auf meiner
"Club Sahara" Spielerkarte noch massig COMP-Dollars zum verballern gebunkert
liegen hatte. Also durch das Nascar Cafe hin zum
Buffet
Sahara und die Presie hatten mittlerweile angezogen. Vorbei die Zeiten 6,99
US$ Zeiten. Nun kostete das Dinner-Buffet für Personen ohne Spielerkarte
14.99 US$ und mit Spielerkarte 8.99 US$. Also hat sich der Essens-Spass um
exakt 2 US$ verteuert, was aber nach wie vor immer noch saugünstig
ist.
An der Kasse zückte ich meine "Club Sahara Playerscard" und den Personalausweis und musste natürlich nichts bezahlen, denn ich hatte -wie vermutet- noch ein extrem üppiges Guthaben-Polster vom letzten Jahr. Das procedere war nach wie vor das gleiche. Man bekam dann eine Reservierungs-Karte; suchte sich einen freien Tisch und kann Hemmungslos mit allem möglichen zuschlagen. Das Sahara Buffet ist kein Buffet für die Feingeister, sondern eines für Menschen die Hunger haben und auf gute Hausmannskost stehen. Und das war hier und heute genau mein Ding. Also prügelte ich mir alles mögliche an Fleisch; leckere Pizzen und Salaten in den Körper. Die Auswahl der Speisen war bei dem nach wie vor geringen Preis klasse und es schmeckte mir alles vorzüglich. So....und exakt so mag ich es. Nachteil: Grosser Bahnhof; ziemlich einfache normale US-Klientel und kaum Essensstil oder Etikette. Elaubt ist was gefällt und es stört hier auch niemanden. Dieser Platz dient der Nahrungsaufnahme um Satt zu werden. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Und die Auswahl ist üppig, so üppig das man wohl 2 Wochen braucht um alles angebotene auch nur einmal angetestet zu haben. Die Pizza/Paste Ecke gibt es nicht mehr, dort findet man nun eine Dessert-Ecke und die Pizza/Paste Ecke ist nun in den Bereich der Live-Cocking-Station integriert worden. Die Soda´s wie Pepsi; Mountain Dew und ein weiteres Dutzend anderer Getränke schmecken immer noch extrem nach Chlor. Alles im allem ist das Sahara-Buffet nach wie vor mit einem unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis gesegnet ! Ich wurde satt und es schmeckte. Himmel, was will man da noch mehr ?
Pappsatt
und zufrieden marschierte ich ca. 55 Minuten später wieder aus dem Buffet
raus um nun im Casino nach dem rechten zu schauen. Aber ausser das ich im
Sahara nur lächerliche 40 US$ geschlachtet hatte, gab es Spieltechnisch
keine grossen Aktivitäten, denn mir fehlte auch irgendwie die Lust.
Also beschloss ich dann irgendwann wieder zurück ins Stratosphere und
meiner gestern entdeckten "Black Alley Bar"
zu latschen um mal zu schauen was dort heute Live-Band Technisch abging.
Dort angekommen, landete ich wieder einen Volltreffer, denn ich kam genau rechtzeitig zum Live-Event mit einer Kapelle die es dort richtig krachen liess. Also rein in die gute Stube; ein lauschiges Plätzchen suchen ( was nicht ganz einfach war, denn da war richtig was los ) und ein Stiefel US-Gerstensaft ranrudern. Und da ich heute den ganzen Tag allein war, war es mir auch nur wenig unangenehm dort eher durch Zufall mit ein paar ziemlich abgedrehten wilden -zudem auch optisch ansprechenden- Party-Ludern in Kontakt zu kommen. Erstaunlich wie schnell das mitunter geht, wobei die Damen schon anständig getankt hatten. Ich war da zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit den richtigen Frauen. Die Live-Band fetzte los und schon brannte der sprichwörtliche Sombrero und die Party ging ab. Und die Bedienungen gaben dort auch Vollgas was die Stimmung noch weiter anheizte und ich schloss mich der Damenmannschaft einfach an und machte fleissig mit, auch wenn ich nicht wirklich jeden albernen US-Joke verstanden habe. Auch der Barkeeper gab dort alles und tanzte auf dem Tresen und die folgenden 2 1/2 Stunden hatte ich einen gigantischen Spass und lernte diese ausgeflippte exrem unterhaltsame Damenparty immer besser kennen. Bis, ja...bis da ein paar Typen auftauchten die diese Damen scheinbar alle kannten und diese US-Hohlbirnen machten dort extrem stunk was dann letztendlich in einer fiesen Pöbelei und Schreierei endete und es dauerte auch nicht sonderlich lange bis die Stratopshere Security dort auftauchte ( keine Ahnung wer die herbeigerufen hatte ). Die Situation wurde etwas sehr brenzling und ich sah zu mich da schleunigst vom Schlachtfeld zu machen, denn auf Fratzengeballer oder Stress mit irgendwelchen hirntoten muskelbepackten Spassbremsen hatte ich absolut kein Bock, denn der Tag war schon anstrengend genug. Also überliess ich es den Streithammeln und Security die ganze Geschichte zu klären.
Letztendlich bleib ich heute Abend noch bis 02:30 Uhr Nachts in der BAB, schlabberte noch so manch merkwürdig schmeckendes Getränk und lernte ein paar ziemlich verrückte Frauen kennen, denn als sich offen gebender Deutscher geniesst man den bekannten Exoten-Status und ist automatisch interessant für die Amis-Mädels. Die Live-Kapelle war zwar nicht so gut das ich dafür Eintritt gezahlt hätte, aber für umsonst verstanden die es super der kleinen Bude und den Leuten dort einzuheizen und super Stimmung zu machen. Einen exakten Musikstil konnte ich auch nicht zuordnen ( was sowieso egal wäre ), die spielten dort recht gekonnt Ihren Stiefel ( eine Mischung aus Rock; Pop und Western ) runter und alle Beteiligten inkl. meiner Person waren zufrieden und hatten mächtig Spass. Und ich weiss nicht ob ich das hier erzählen sollte, aber ich hatte sogar eine Zimmernummer zugeschoben bekommen und ich bin wahrlich kein Ausfreisser-Typ der es drauf anlegt. Und was dieses Angebot mit der Zimmernummer bedeutet, überlass ich mal der Phantasie der hier lesenden. Irgendwie erinnerte mich ein bisschen an den Typen von meinem 2006-Trip der im Fahrstuhl völlig breit überlegte ob er mit zur "Süssen Maus" in Ihr Zimmer zum pimpern tapern soll....krank ! Die Frauen sind dort mitunter so dermassen Horny und Notgeil, das das bekannte Vegas Motto "What Happens Here Stays Here" nach wie vor Gültigkeit besitzt. Insbesondere solche Läden wie die Back Alley Bar ist die perfekte Location und diese möchte ich jedem der es mal richtig krachen lassen möchte sehr ans Herz legen. Wer in solch abgedrehten Läden niemanden für den nächtliche Entspannung und/oder Spass findet, dem kann auch nicht mehr geholfen werden: "Hey Baby, that´s Vegas...". Nun weiss auch der letzte, was die Hintergrund-Musik zu bedeuten hat...
Nun aber ab ins Zimmer und sich folgendem Slogan verinnerlichen: "Gute Nacht liebe Sorgen; leckt mich am Arsch bis Morgen...."
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