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Mittwoch, der 13 Mai 2009:
Da ich gerstern völlig platt und für meine Verhältnisse sehr
früh ins Bett gepulzelt bin, war ich heute morgen schon ohne den Einsatz
eines Rappel-Weckers von allein um ca. 7 Uhr wieder auf Derby also Wach.
Allerdings mit einem gigantischen Muskelkater wo ich mich unter fiesen schmerzen
erstmal vorsichtig einlaufen musste. Für heute hatte ich "Opa Micha"
ganz genaue Vorstellungen was man Tagesziele angehen, denn das musste erneut
Page sein. Dort hatte ich von meinem 2008 Aufflug noch ein paar zu entdeckende
Dinge auf meiner "To Do List", also noch offen. Da es von Williams nach Page
nur 170 Milen resp. nichtmal 3 Stunden zu fahre sind, beschloss ich unterwegs
noch einen Abstecher zur "Coal Mine Cnayon" inmitten des Indianer-Reservation
einzustreuen samt ein paar anderer Dinge die dann spontan entscheiden und/oder
kombinieren werden.
Auf
jeden Fall wollte ich diesen Tag mal ausnahmsweise ruhig laufen lassen und
meine Beine und Füsse zumindest heute etwas schonen. Das Wetter sollte
für heute ok sein, allerdings in vielen Bereichen etwas verschleiert
und dunstig. Na schau´n wir mal wie´s dann wirklich wird. Denn
das eine ist die Vorhersage und das andere dann die Realität vor
Ort.
Es dauerte also nicht sonderlich lange und schon stand ich wie frisch aus dem Ei gepellt abreisebereit vor meinem gepackten Krempel und rollerte meinen 4 Rollen-Koffer in die Lobby um dort auszuchecken ! Nunja, mehr als den Zimmer-Key auf den Tisch werfen und "Tschüss" sagen ist nicht wirklich notwendig.
Nachdem mein Krempel im Auto verstaut war, beschloss ich erstmal frühstücken zu gehen. Hierzu fuhr ich auf der Route 66 "Hauptstrasse" in Williams ein paar Blocks und entdeckte ein kleines aber gemütlich aussehendes Familien-Restaurant. Also nichts wie rein und ich staunte nicht schlecht als mich eine Uralte OMA nett begrüsste und ich griechische CD-Gedudel samt dem ganzen Deko-Klimbim den man von unseren deutschen "Rohdos Griechen" her kennt erspähte. In dem kleinen Laden arbeitete die komplette Sippschaft, also ein richtiges echtes Familien-Unternehmen. Oma eierte los ( die tat mir wirklich ein bisschen leid ) und besorgte Kaffee und eine Karte. Letztere brauchte ich aber nicht, denn ich wollte nur ein klassiches US-Frühstück mit viel Eiern; kleinen Würstchen; Speck; Hashbrowns; einigen Toasts; Butter und Marmelade...
Da dort nicht gerade viel los war, dauerte es auch nicht lange bis der Sohn ( der hier in Deutschland auch schon fast in Rente wäre ) in der Küche das alles zusammengezaubert hatte und ich lies es mir dann schmecken. Witzig war, dass ich noch garnicht am (übrigens viel zu vollen) Kaffeebecher genippt hatte, aber Oma meinte, der wäre zu leer. Also fand die Lady tatsächlich noch den Platz um drei weitere Tropfen Kaffee in den Becher zu operieren. Das nennt man in den USA "Service" am Kaffee-Trinker.
Nee....also manchmal muss man das in Amerika mit dem "Service" nicht wirklich verstehen. Das Essen war ok und schmeckte gut und preislich war auch alles normal also nicht überzogen. Kaffee schien dort deren Spezialität zu sein, denn ich musste die alte Oma dreimal bestimmend mit einem "No more Coffee, Thanks a lot..." abwehren, denn die wollte immer wieder erneut meinen Becher bis zum Rand vollschütten. Wobei, vielleicht wollte die auch nur irgendwie den ollen Kaffee loswerden. Da die mir dort wirklich alle irgendwie leid taten und der Service samt Essen wirklich gut war, zahlte ich an der Kasse alles grosszügig Cash inkl. anständigen Trinkgeld.
Nun fuhr ich noch schnell zum "Safeway" Supermarkt auf den Parkplatz ( direkt vor den Haupteingang ) schmiss meinen EEE-PC an und loggte mich im Auto hockend mit dem Rechner in den Starbucks-Hotspot ein um noch schnell meine Emails abzurufen und kurz die wichtigsten zu lesen und schnell zu beantworten. Somit war der Kommunikation mit der Heimat auch genüge getan...
Also machte ich mich nun vom Williams-Acker !
Von "Williams" zum "Coal Mine Canyon":
Oben rechts in der MAP habe ich meine Strecke von Williams
eingezeichnet. Von Williams ging es auf die Intrestate
I-40 bis Flagstaff. Unterwegs überlegte ich mir
auf den US-180 zu fahren, denn hier hatte ich auch noch etwas tolles
vor, aber das hätte wieder Anstrengung bedeutet und das werde ich auf
einer späteren Reise erforschen. Heute jedenfalls NICHT. In Flagstatt
abgefahren navigierte mich mein MDA-Handys resp. IGO8
zielsicher auf den Highway 89 welcher nach Norden
bis Page führt. Auf Höhe des rechts liegenden "Sunset Crater
National Monuments" sah man links die noch leicht mit Schnee bedenkten 12700
Ftt. hohen "Humphrey Peak". Da musste ich zwei Fotos schiessen...
Hinter der Ortschaft ( nunja, darf man das Ort nennen nur weil es dort eine Tankstelle gibt ? ) "Gray Mountain" begann der das Gebiet der Indianer und nachdem ich da eine Zeitlang durch herrliche Gegend voller pastellartigen Farbtönen auf dem Highway 89 gefahren bin, beschloss ich spontan an geeigneter Stelle links mal ein paar Milen auf eine staubige "Offroad" Piste zu fahren und zu schauen was mich da hoffentlich positives an Farben und Landschaft in der Navajo Reservation überraschen wird. Hier mal ein Satz Bilder die ich bei dieser Staubpisten-Schlagloch Tour nebenbei geschossen habe.
Nachdem ich trotz grosser Vorsicht an einer Stelle mit dem Boden (
Ölwanne ?! ) aufgesetzt hatte und der Pistenzustand immer schlimmer
wurde, beschloss ich umzudrehen und wieder zum Highway 89 zurückzufahren.
Auf den
Bildern oben kann man übrigens ganz gut erkennen, dass das Wetter alles
andere als Perfekt war, denn die Sonne musste sich durch einen Dunstschleicher
in Richtung Boden kämpfen, der heute den ganzen Tag wie in der
Wettervorhersage vorhergesagt bleiben sollte. Zumindest war es dadurch nicht
"heiss", sondern nur "warm". Ich schätze mal, so um die 22-25 Grad Celsius
inkl. kräftigen Windböhen. Das war eigentlich so auch mal ganz
angenehm...
15km hinter dem Ortschaft "Cameron" befindet sich der Rechtsabzweiger auf den Highway 160 Richtung Osten, der einen ca. 12 Kilometer bis nach "Tuba City" führt. In Tuba City gab es rechts einen Abzweiger auf den SR ( State Route ) 264 wo ich im angrenzenden "Moenkopi" vor einer Indianerschule einen kleinen Stop eingelegt hatte. Rechts in der MAP rechts habe ich die zu fahrenden 16 Meilen von Tuba City bis zum Ziel in ROT eingezeichnet. Bei Milepost 337 fährt man links einfach auf eine Dirt-Road ab und orientiert sich an dem aus der ferne gut zu sehenden Windrad, das nicht sonderlich weit vom Canyon-Rand entfernt mittels Windenergie Wasser für die Rindviecher fördert. Da ich nicht 100%ig sicher war, ob ich hier wirklich richtig war, fragte ich einfach einen Indianer, welcher mir in einem gigantischen Pickup entgegen eierte. Wenn man ein bisschen aufpasst ist diese Dirt-Road auch mit einem normalen Strassen-PKW problemlos bis ditekt vor dem Canyonrand zu befahren. Falls man sich nicht sicher ist, kann man auch irgendwo parken und die paar 100 Meter per Pedes zurücklegen.
Nun ein paar erklärende Worte zum Coal Mine
Canyon: Diesen Canyon entdeckte ich in Google-Earth und
der ist wirklich sensationell schön und weiss einen mit seiner bizarren
Schönheit sofort zu beeindrucken. Wenn man diese Felsen dort sieht,
erinnert einen das ganze irgendwie sofort an den Bryce-Canyon, nur hier ist
die Farbenvielfalt aber auch Grösse und Struktur der Felsen gänzlich
anders beschaffen. Hier gibt es alles: Schwarz ( das ist übrigens offen
liegende minderwertige Kohle die von den Indianern zum heizen in Tuba City
genutzt wurde ! ); Braun; Rot; Geld und Weiss und der Kontrast ist so dermassen
unglaublich, dass ich mich fast ein wenig über das dunstige Wetter
geärgert hatte. Auch einen grösseren aber versteckten Arch ( siehe
Fotos ) kann man hier entdecken.
Der Coal Mine Canyon ist ein Wunder der Erosion, denn hier am Rand sieht
man was Millionen an Jahren Wind und Wasserkraft noch dekorativ stehen liessen
und
im offenen eingeschnittenen Bereich des Moenkpi Plateaus sieht man
gigantische Tafelberge deren Kanten fast senkrecht abfallen. Das erodierte
Material hat im
Canyon die typischen durchaus sehr dekorative Geröllhalden entstehen
lassen. Dieser Canyon heisst bei den Navajos und Hopi-Indianern übrigens
"Honoo Ji", was soviel wie "gezacktes Land" bedeutet und auch die Farben
welche es hier "zu ernten gibt" waren begehrt, da man diese exellent für
Malereien aber auch als Färbemittel nutzen konnte. Da hier am Canyon
noch ein paar Navajo-Familien von der Viehzucht leben, sollte man die wenigen
vorhandene Stacheldraht-Zäune nicht überwinden und auf deren
Privatbesitz gehen. Wenn man das aber möchte, sollte man die Navajos
persönlich fragen ob die es erlauben. ( insbesondere rechts vom Canyon-Rand
erreicht man in Süd/Östlicher Richtung einen solchen Zaun und sieht
nicht weit entfernt ein runtergekommenes typitsches Indianer-Haus ).
Ich wanderte am RIM des Coal Mine Canyons vom Parkplatz aus erst rechts
bis irgendwann mal der schon genannte gammelige Zaun kam und dann die Strecke
wieder zurück um
dann links meine Entdeckungen und Einblicke in dieses Zauberland zu
erhalten. Nebenbei sonderte ich die "Möglichkeiten" irgendwie in den
Canyon abzusteigen, auch wenn bis heute nicht ganz klar ist, ob man dann
die Landrechte der Hopi & Navajo-Indianer verletzen würde. Aber
selbst wenn man runter dürfte, habe ich von aus aus keinen
ungefährlichen Weg gefunden. Denn diese steilen Schutthalden welche
in die Tiefe führen bergen die Gefahr, dass man zwar irgendwie runter
kommt, aber unter umständen nicht mehr zurück ( weil der weiche
Sand dann nachgibt ). Da ich allein hier war, verkniff ich mir dann auch
den Gedanken es auch nur zu probieren. Eine Möglichkeit wäre es
allerdings vom auch hier in der Nähe wartenden wunderschönen Blue
Canyon ( über den werde ich in meinem Nächstes Reisetagebuch berichten
) im Wash navigierend in den Coal Mine Canyon reinzuwandern. Das wäre
dann aber min. ein kompletter Tagestripp und die zu laufende Strecke auch
nicht unerheblich...
Zurück am improvisierten "Parkplatz" ( dort gibt es auch ein paar
Tische und einer frischen Feuerstelle die scheinbar regelmässig für
romantische Sonnenuntergänge
genutzt wird ) rauchte ich eine und bekam kurz bevor ich wieder aufbrechen
wollte, Besuch von einem hollänischen Ehepaar das sich auch hierher
verirrt hatte und sofort begeistert von der Schönheit dieses Canyons
war ( und die hatten den erst 10 Sekunden gesehen ). Mit dem Paar unterhielt
ich mich dann noch in einer komischen Mischung aus "Englisch und Deutsch"
( so´ne Art Denglisch welches auch Holländer super verstehen ),
denn der Mann sprach zu meinem Erstaunen sogar ein kleines bisschen
Deutsch....
Nunja, auch die nettesten Holländer muss man irgendwann verlassen, denn ich hatte heute noch einiges auf meiner "To do List" stehen...
Zurück auf den Highway 89 Richtung Norden
nach "Page":

Also hoppelte ich die Dirt-Road -nachdem ich den "Coal Mine Canyon",
als echtes -Must See Spot & Highlight- für mich deklariert habe,
vorbei an dem dekorativ in der Gegend herumstehenden Windrad ( das bei der
Anfahrt von der SR 264 anpeilen um den Weg zu finden ! ) auf die 264 zurück
nach Tuba City und dort dann von der US 160 zurück auf den US-Highway
89. Diese Strecke bis nach Page meterte ich routiniert und gut gelaunt runter,
denn meine angeschlagenden schmerzenden Beinen ging es nun wieder deutlich
besser. Ok, natürlich nicht so gut, dass ich da im Hotel mit 10 Notgeilen
Weibern noch das 99 Seitige Kamasutra-Handbuch für den "Hoodoo-Man"
durchackern könnte ( das machten dann meine Zimmernachbarn, aber dazu
später geile und lustige Details ), aber soweit das ich nun wieder kleinere
Hikes und Entdeckungen mit ein bisschen kraseln zutrauen durfte.
In Page angekommen, fuhr ich umgehend wieder das "Motel 6" vom 2008-Ausflug an, denn das gefiel mir seinerzeit wirklich gut, da es alles beassse was mir besonders wichtig ist. Also stoppte ich vor der Lobby mit meinem Wagen; taperte rein und fragte wie üblich dusselig nach den Standard-Rates und natürlich Discount ( möglichen Preisnachlässen ). Wo ich 2008 noch 63 US$ pro Nacht bezahlen musste ,war es hier und jetzt lächerliche 48.59 US$ plus 6,19 US$ TAX ( also exakt 54.78 US$ pro Nacht ). Also buchte ich mir ein Zimmer für die kommenden 3 Nächte und war sehr glücklich, dass dies dort erstens noch ein freies Zimmer hatten und zweitens dann preislich unter dem lag was ich bereit gewesen wäre maximal auszugeben.
Also
schleppte ich meinen Krempel erstmal ins Zimmer und wie immer war alles exakt
so wie man es sich bei Motel 6 Hotels vorstellt. Einfach; funktional und
sauber. An der Wand zum Nachbarzimmer befand sich -wie so oft- eine verschlossene
Tür. Wieso wird das gemacht ? Ganz einfach: Wenn zwei Paare sich zwei
Zimmer bestellen ,können die durch öffnen dieser Sperrtüren
aus einem Raum sozusagen eine Zwei-Zimmer Bude basteln. Sehr praktisch, denn
man kann so direkt von einem Zimmer in das nächste marschieren bzw.
sollte das bleiben lassen sofern die sich ggf. das Hirn
rausvögeln.
Nachteil dieser aneinanderliegenden Türen ist, das es alles sehr Hellhörig wird, was aber generell in den USA ein Problem ist, da dort alles aus Holz und Gipskarton schnell und billig "zusammengeknallt" wird. Das Zimmer lag nicht weit von der Lobby entfernt, da ich explizit um ein Zimmer mit WLAN gefragt hatte.
Rechts im Bild habe ich mein Zimmer ( Nummer 115 ) im Erdgeschoss wenige Meter von der rechts liegenden Lobby entfernt grün eingezeichnet. Das Auto parkte ich aussen direkt vor selbigen.
Nun hiess es überlegen was man mit dem Restlichen Tag noch anfangen könne und ich beschloss drei Sachen zu tun. Erstens zur Paria Contakt Station zu fahren um an der Wave-Lottery teilzunehmen; dann nochmal bis Sonnenuntergang den 2008 entdeckten Bereich ganz gemütlich mit viel Zeit intensiver zu erforschen und in Big Water dann zu schauen ob und wieviel Wasser der Wahweap-Wash führt. Das "warum" erkläre ich dann gleich...
Von Page zur "Paria Contact Station" samt ein
Hoodoo-Hike:
Also schnappte ich mir mein Rucksack und fuhr auf dem Highway 89 über
den Glen Canyon Staudamm zur ca. 48km entfernt liegenden
"Paria Contact Station".
Hier
war ich auf meinem 2008 Ausflug schonmal und wer die
Details nachlesen möchte,
<<< klickt hier >>>. Dort angekommen, wollte ich mich
für die morgen früh anstehende WAVE-Lottery eintragen und anmelden,
denn ein Versuch war es immerhin wert. Aber mittlerweile war es schon so
spät, dass die "Paria Contact Station"
geschlossen hatte. An der Eingangstüre heftete -mal wieder- ein Zettel
mit den Lottery-Teilnehmerzahl und nachdem ich das gesehen hatte, machte
sich bei mir Ernüchterung breit. Denn hier vor
Ort werden nur 10 Leute ausgelost, welche die "WAVE" besuchen
dürfen.
Die anderen 10
werden im Internet verlost. Damit will man das empfindliche sehr schöne
Gebiet vor zuviel Tourismus und Zerstörung schützen was absolut
ok so ist. Also konnte ich bei der Menge an potentieller Konkurrenz mein
WAVE-Permit vergessen. Normalerweise hätte sich nun ein Gefühl
der Verbitterung einstellen müssen, aber da ich dieses Gebiet mittlerweile
recht gut kenne, wusste ich auch um mindestens genauso interessante Alternativen.
Also alles halb so schlimm....
Dennoch hätte ich die -wenn auch kleine Chance- heute für die Lottery morgen früh ( also einem Hike übermorgen ) wahrgenommen !!!
Stattdessen
beschloss ich als Trostpflaster bis zum Sonnenuntergang quasi
gegenüber der "Paria Contact Station" meinen
2008 entdeckten "Hoodoo, can do !" Bereich heute
erneut mit viel Zeit und Genuss ein zweites mal intensiver zu erforschen.
Wer <<<hier
klickt>>> , kann sich die erste 2008er Sondierung dieses
Bereiches nochmal durchlesen und bebildert anschauen. Also fuhr ich
von der Contact Station quasi nur über den Highway 89, also andere
Strassenseite, parkte dort meinen Wagen auf der unscheinbaren Schotterpiste
und machte mich Wanderfertig. Da ich den Weg von 2008 prima kannte, verplemperte
ich auch keine Zeit und strebte diesem Zielgebiet treffsicher
entgegen. Auch wenn ich mich ungern wiederhole, möchte ich nochmal
kurz drauf eingehen. Am Trailhead -also dem Parkplatz am Highway 89- muss
man sich durch einen Zaun durchquetschen und nur den
links in der MAP blau
markierten Route folgen. Auch habe ich das Zielgebiet
in der Map links nochmals klar markiert.
Prinzipiell wandert man einfach nördlich, links an einem
bräunlich eher unspektakulärem Massiv vorbei. Dann muss man einen
kleinen Wash überwinden und findet rechts hinter diesem Massiv braune
Geröllhalden welche auf eine Plataeuartige Erhöhung führen.
Über eine dieser brauen Erosions-Geröll Halden ballanciert man
sich auf dieses
Plataeu rein ins Zielgebiet. Rechts oben kann man sich ein Bild anschauen,
nachdem ich hochballanciert bin. Ist alles faktisch kein Problem, nur war
das heute nicht so einfach, da es extreme windig war und auf der Spitze dieser
Geröllhalde marschierend kam ich an zwei Stellen böse ins Wanken
und musste mich hinhocken um da nicht runtergeblasen zu werden. Hinzu kommt
natürlich noch, das ich ein echter Höhenangst-Kandidat bin und
das für mich wirklich nicht ganz einfach war. Ich hatte erneut tierische
Angst und beim "eiern" über den schmalen Grad sogar leichte Panikattacken,
obwohl diese unbegründet sind, wenn man da vorsichtig mit ausgestreckten
Armen ausballancierert hochläuft. Oben angekommen war ich froh dieses
für mich erneut grosse "Angsthürde" genommen zu haben, und belohnte
mich indem ich wie im Jahr zuvor hier herumstomerte und diesen wunderbaren
Bereich mit den vielen wunderschönen "Hoodoos" intensiv endeckte und
genoss.
Oben in den Bildern kann man prima die Wetter-Situation erkennen. Der Dunstschleier am Himmel resp. direkt vor der Sonne war so enorm, dass kaum Sonnenlicht die hübschen Motive erreichte. Dennoch -oder vielleicht sogar deswegen- hatte ich hier und jetzt extrem grossen Spass & Freude. Denn es war ausnahmsweise mal nicht so bullig heiss und klimatisch sozusagen perfekt für ein paar Entdeckungen in diesem Gebiet. Hier nochmal ein weiterer Satz Bilder:
Natürlich liess ich es mir nicht nehmen, diesmal den wunderbar
dekorativen Hoodoos auf die Pelle zu rücken, also auch etwas zu klettern.
Manchmal habe ich das Gefühl nicht ganz sauber zu ticken! Beim Aufstieg
auf das Plataeu mach ich mir ins Hemd ( und das ist eher einfach ) und hier
und jetzt klettere ich absolut angstfrei den Hoodoos entgegen, was ungleich
gefährlicher ist. Aber ich fühlte mich irgendwie total sicher und
hatte immer ein gutes Gefühl dabei. Auch wenn ich dabei einige male
ziemlich böse ins rutschen kam, aber immer aufpasste da keinen Skorpionen
oder Schlangen in die Quere zu kommen. Auch das Gefühl hier mal wieder
total allein alles für mich zu haben, gab mir
den "nötigen Kick" der mir annimierte etwas mutiger und hemmungsloser
zu werden. Dieser Bereich ist so dermassen stimulierend, ich kann
nur jedem anraten hier mal mit viel Zeit -so wie jetzt- Lustzuwandeln und
ein wenig herumzuklettern. Und "ja", es war eine sehr gute Idee hier
in meiner persönlichen "Hoodoo City" erneut
herumzulaufen und auch klettern...
Premiere ! Ich bin nun der erste, der diesen speziellen und sehr
schönen Bereich so umfassend bebildert ins Intrenet stellt und vielleicht
auch der erste der sich soviel Zeit gelassen hat sich alles haarklein
anzuschauen. Ja, exakt diese Motive sind es, welche mich in Entzückung
versetzen. Das tolle an diesem Bereich ist ausserdem das die 0815 Touristen
keine 10 Minuten von hier entfernt östlich im Bereich des Toadstool-Hoodoos
( Rimrocks <<<siehe
hier>>>) herumwandern ohne auch nur zu erahnen was denen tolles
entgeht. Der Toadstools-Hoodoo Bereich ist auch eine schöne Ecke und
zudem Idiotensicher, aber das hier ist einfach andere gänzlich andere
viel hochwertigere Hausnummer. Ursprünglich; eher unbekannt und ungleich
beeindruckender. Nur das Wetter und die fehlende Sonnenkraft schmälerte
das heutige Vergnügen. Allerdings hatte das den grossen Vorteil das
man -wenn auch schwitzend- nun einiges an anstrengenden Klettereinlagen als
Extra-Bonus problemlos möglich waren...
Spätestens wenn die untergehende Sonne einen gewissen Punkt erreicht
hat, heisst es, dass der Spass sich langsam seinem finalen Ende nähert.
Also beschloss ich bei immer schlechter werdendem Licht den Rückzug
anzutreten und mich auf die Socken zum Trailhead -also dem kleinen
Schotterparkplatz am Highway 89- zu machen. Aber davor stand wieder der für
mich persönlich unschöne Abstieg im Wege.
Rechts im kleinen Panorama sieht man gut die
Möglichkeiten, welche nach unten führen. Also der links im Bild
liegende braue ausgelatschte Schotter-Hang den man auf seiner Spitze
ballancierend herunterzulaufen hat. Bevor es losging musste ich alter Schsishase
erstmal einen kräftigenden Schluck aus der Wasserfalsche nehmen und
noch eine Beruhigungs-Zigarette schmöken (die Filter-Kippe habe ich
wie immer
eingesteckt und mit
zurück genommen !!!), denn auch wenn das für jeden anderen Kinderkram
war, ist soetwas für mich eine grosse Herausvorderung,
denn der Versand sagt "Kasperkram" aber meine
Höhenangst sagte "nun werde ichn sterben". Manchmal verstehe
ich das selbst nicht, auf der einen Seite kraselte ich in dem Bereich in
dem ich mich eben herumtrieb wie eine Bergziege angstfrei herum und
auch in die Höhe ohne das es mir etwas ausmacht und wenn ich hier oben
stehe macht mich eine alberne Schutthalde auf der ich recht bequem und problemlos
laufen kann total fertig. Vielleicht ist es aber auch nur "die Weite" und
der aufkommende Wind welcher mir psychologisch so zusetzt und panische Angst
auslöst ?! Keine Ahnung...
Jedenfalls war ich so dermassen fertig, dass ich hier oben Herzrasen und Butterweiche Knie bekam. Wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe, könnt Ihr durch einen <<<< KLICK HIER >>>> oder einen Klick in den "Micha-Live TV" Monitor links anschauen. Denn ich hatte hier oben inne gehalten und noch etwas Zeit vor meinem Abstieg in den tot kurz ein Video aufzuzeichnen. Das ich total verwirrt war, sieht man auch dadran das ich die Kamera hochkant gehalten habe, denn soetwas passiert mir sonst nie. Also quasselte ich noch gefasst ein paar letzte Worte in die Powerashot G7, denn ich war mir 100%ig sicher, in den nächsten 5 Minuten sterben zu müssen. Also Kamera aus und ab durch die Mitte resp. vorsichtig Schritt für Schitt auf dem Kamm nach unten ballancieren. Gut das dieses niemand gesehen hat, man hätte sicherlich auf die Idee kommen können es hier mit einem Warmduscher und Schattenparker zu tun zu haben.....hahaha....
Das Ende vom Griff in die Angst-Jammerharfe war, dass ich ca. 5 Minuten später wohlbehalten und froh unten ankam, dem lieben Gottt dankte, diesen "Kindergartenabstieg" überlebt zu haben und dann sehr zufrieden zu meinem treu wartenden Nissan an Highway 89 zurück wackelte. Mein Gott, manchmal benehm ich mich wirklich wie ein Baby und ausgewachsener Jammerlappen.
Egal, nun konnte Teil 3 meiner Sonderierung beginnen...
Wassercheck am Wahweap-Wash in Big-Water:
Da
ich morgen oder übermorgen erneut die Wahweap-Hoodoos besuchen werde
( inkl. der "White Ghosts" ) und auf dem Rückweg den 2008 entdeckten
Seitenwash
rein in den "Side Step Canyon" hiken wollte, musste ich erstmal feststellen,
wie es um die Wasser-Situation im Wahweap-Wash bestellt war. Denn auf meinem
Hoodoo-Trip 2008 war das mit dem Wasser eine riesengrosse Schlammschlacht
und auch zeitraubende Schweinerei. Also fuhr ich von hieraus wieder zurück
auf der 89 in Richtung Page bis "BIG WATER" um
dort auf der "Glen Canyon National Park Road" soweit es mir möglich
war an den Wash zu kommen.
Da diese Strasse ein einigen Stelle übel unterspühlt und absolut
unpassierbar
war, liess ich den Wagen kurzerhand stehen und lief die letzten paar
100 Meter kurzerhand zufuss bis zu einer Stelle in der ich den Wahweap-Wash
prima einsehen konnte. Rechts habe ich die gefahrene
Strecke mit einer rote Linie markiert und der
blaue Punkt war die Stelle es der ich meinen Wagen stehen lassen musste und
zufuss weitergestiefelt bin.
Und was ich dort dann sah, fand ich richtig klasse. Denn der Wahweap-Wash war so knochentrocken, wie "Ursel unterm Rock". Nur ein paar kleine alberne pfützen konnte ich erspähen. Damit hatte ich nicht gerechnet und somit stand einem weiteren Hike sowohl zu den Wahweap-Hoodoos inkl. der White Ghosts samt einem Hike in den Side-Step Canyon zumindest kein Wasser oder Schlamm im Wege. ABSOLUT SUPER !
Colorado River Discovery Tour Anfrage; True
Value Maglite-Shopping; Essen; Sexorgien und anderer Irrsinn in "Page":

Von Big Water fuhr ich auf kürzestem Wege wieder zurück
nach Page direkt ins Zentrum bei "Colorado River
Discovery" ( 130 6th Avenue; Page Arizino 866040; Tel. 888-522-6644
) vorstellig zu werden. Zu meinem grossen Erstaunen war die Bude sogar noch
geöffnet und nach einer gewohnt netten Begrüssung der Dame am Helpdesk
fragte ich für morgen nach der Vormittags-Floating Colorado Halbtages-Tour.
Grund: Diese beeindruckende Tour hatte ich für kleines Geld auf meinem
2007 Trip ( <<<klicke
hier>>> ) schonmal bei wirklich superbeschissenen Regenwetter
gemacht und wenn denn der Preis stimmen würde, wäre ich durchaus
bereit diese Tour bei der für morgen exellenten Wettervorhersage zu
wiederholen.
Nunja,
freie Plätze für morgen früh gab es noch ausreichend, aber
der Preis hatte sich auf 84 US$ plus TAX erhöht. Zum Vergleich: 2007
kostete mich der Spass 70 US$ ( inkl. Steuern ). Trotz des dort sehr netten
Umgangs, war auch mit feilschen und Rabattgelüsten nichts zu machen.
Soviel Geld war mir dann diese Tour als "Schönwetter-Wiederholung"
keinesfalls wert auch wenn die Dame sagte, dass ich mir das noch bis 30 Minuten
vor Abfahrt mit dem Bus morgen früh überlegen kann ( Anruf genügt
! ). Klar kann ich das, bei den mittlerweile doch gesalzenen Preisen, denn
das da Boote leer bleiben ist doch wohl klar....no way ! Also strich ich
diese Idee...
Quasi nebenan keine Fahrminute von Colorado River Discovery entfernt, lag der kleine Page Shopping-Bereich mit "True Value" ( meinem "Tim Taylor" Heimwerk-King Geschäft; 620N Navajo Drive). Wieder mal in letzter Minute vor Ladenschluss gelang es mir in selbigen als letzter Kunde zu kommen. Denn ich hatte hier letztes Jahr das MAGLite LED-Upgrade-Kit bestellt, welches die Burschen dort seinerzeit 3 Tage lang nicht ranrudern konnten.
Sollte mittlerweile das leere Regal mit den gesuchten Modul wieder aufgefüllt worden sein ? Also steuerte ich zielgerichtet in den Gang wo ich letztes Jahr ins leere Griff und was sahen meine Augen ?
Genau: Jede Menge Blister-Verpackungen ( siehe Bild rechts ) mit exakt dem LED Upgrade Module für meine 3 Cell Maglite. Kostenpunkt 20,99 US$. Da fakelte ich nicht lang, schnappte mir eine dieser Blisterverpackungen; lief zur Kasse; zahlte und hinter mir wurde der Laden verschlossen. Zumindest das hat nun endlich geklappt...
Um diesen Beutezug zu feiern, belohnte ich mich noch in einem in der
Nähe befindlichen Restaurant mit einem Happen Essen
. Diesmal
aber anständig und kein Junkfood, denn ich hatte richtig Kohldampf und
Bock auf vernünftiges echtes Essen. Ich will nun nicht mit Einzelheiten
langweilen, nur soviel: Ich schlug mir den Bauch voll und alles war
wieder
mal genau nach meinem Geschmack und zudem auch nett preiswert. Mittlerweile
war draussen tiefste Nacht und zurück in meiner
Motel 6 Basis -meinem Page HQ- im Zimmer
gönnte ich mir erstmal 3 Bierdosen als Essensabsacker und surfte mit
meinem EEE-PC im Internet um zu schauen ob das Wetter hier in den nächsten
48 Stunden das halten wird was der TV-Wetterfrosch prognostizierte. Und das
Ergebnis war, dass "SONNE SATT" auf dem Programm
stehen wird, es also richtig toll werden würde ( das wusste ich
zwar schon, aber es kann nicht schaden nochmal zu schauen ). Was nun
?
Ich beschloss einfach ein wenig gemütlich TV zu schauen ( das kam
bisher etwas zu kurz ) und meine gekühlten Bierchen gemütlich
wegzunuckeln, als ich aus dem Nebenzimmer ziemlich verdächtige
Geräusche vernahm. So dermassen verdächtig und auch laut, dass
ich das Gefühl hatte, dass hier diekt in meinem Zimmer eine Sex-Orgie
stattfand. Also schaltete ich den TV aus und liess mich durch das wilde Treiben
nebenan perfekt unterhalten. Was mit einem leisen
"Ohh...." und
"Ahhh" rel. Harmlos und normal begann, entwicklete
sich im Laufe der Zeit ( der Typ hat sich bestimmt
2 Viagra eingeworfen, denn anders kann ich es mir nicht erklären
) zu einer wahren Sex-Orgie. Seine Gespielin hat da geschriehn wie am Spiess
und in bester Pornofilm-Akustik ca. 30 Minuten wirklich alles gegeben. Ich
konnte es kaum glauben und musste mehrmals laut lachen, denn das war
Porno-Entertainment auf allerhöchsten Niveau ! Als die Dame dann wie
am Spiess schrieh "Cum
Baby....ohhh.....ahhhhh.....cum....." wusste ich, nun steht das Finale
an und ich hatte fast ein bisschen Angst das der explodierende Macker seine
liebste durch die
Wand
in mein Zimmer sprengt. Ich staunte auf ganzer Linie, denn ähnliches
kennt man ja aus den Motels und Hotels. Also das übliche bollern von
Betten an die Wand und vornehmer stöhnerei. Aber was die beiden nebenan
abzogen, entsprach eher der Goldmedallie oder goldenen Venus Pokal, also
wildem Motel-Sex auf allerhöchsten akustischen Referenz-Niveau. Ich
dachte mir "was für eine Notgeile hemmungslose
Natter" und hoffte, das ich die beiden vielleicht mal draussen auf
dem Motel-Flur antreffen werde. Diese notgeile Stute und Ihren wilden ruhigen
Stecher muss ich einfach mal sehen...haha...
Nunja, zumindest ein "lauten Applaus" gab es von hier aus von mir, denn ich war mich sicher, dass die mein Klatschen genauso hören werden wie ich deren wilden Sex-Aktivitäten. Ehre wem Ehre gebührt !!!
Irgendwann kam ich dann doch noch zum TV schauen und war mit mir; meinen notgeilen Zimmernachbarn also der Welt im reinen und schlummerte dann auch Sleep-Timergesteuert ( also der TV schaltete sich dann nach 90 Min. selbst aus ) zufrieden ein. Was morgen passiert, kann man durch ein Klick unten rechts auf TAG 11 erlesen...
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