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Du besitzt ein "HP L1702 Flat Panel" TFT-Bildschirm, welcher sich von einen auf den anderen Tag nicht mehr anschalten lässt, also scheinbar defekt ist ? Keinesfalls wegwerfen oder als Defekt bei Ebay verkaufen. Denn auf dieser Page bist Du genau richtig, um dieses Problem für nur ein paar Cents in Eigenregie und 20 Minuten Zeit zu beheben...
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Kurze Vorab-Info zum HP 1702:
Dieser Monitor mit der schlichten Bezeichnung L1702 gehört zu den Business-Geräten von HP. Das Gerät war allerdings auch in div. Elektronikmärkten erhältlich und kostete Ende 2004 um die 350 , preislich somit etwas über dem Durchschnitt bei 17-Zoll-TFTs. Gedacht ist der Monitor für Büroanwendungen und dessen harten Dauerstress ohne das die Bildqualität dabei zu kurz kommt. Drum galt es nicht lange zu überlegen auch wegen des sehr gelungenen und wertig flotten Silbergrau-Designs samt praktischer Griffmulde im oberen Bereich. Hier noch der vollstänigkeit halber die technischen Daten:
Größe: 17" (sichtbar)
Display-Typ: Flachbildschirm mit TFT-Aktivmatrix, (Thin Film Transistor),
entspiegelte und antistatische Beschichtung
B/T/H: 40/19/38 cm, Rand umlaufend 16 mm, unten 34 mm
Farbe: silber, Gewicht ca. 6 kg
Auflösung maximal 1280x1024 bzw. 60 Hz, 16,7 Mio. Farben
Punktabstand: 0.264 mm
Anzeige, maximale Bildpunktauflösung: 140 MHz
Bildwiederholungsrate (V x H): 76 Hz x 81 kHz (maximal)
Reaktionszeit: 25 ms
Schnittstelle: 1 x VGA HD D-Sub (HD-15), 15-polig
Helligkeit: 300 cd/m2 ( nits), Kontrastverhältnis 450:1
Videoeingang (RGB) vorhanden
Produktzertifizierungen: Plug and Play, CE, MPR II, CSA, UL, TUV GS, VCCI,
BSMI, ISO 9241-3, ISO 9241-8, ISO 9241-7, cUL, DEMKO, EPA Energy Star, FIMKO,
ISO 13406-2, NEMKO, NOM, SEMKO, TCO '99
Stromverbrauch nur 40 W, Standby 2 W
Der Clou an diesem Monitor ist aber die exellente Bildqualität. Das Bild ist hell, klar, kontrastreich und absolut gleichmäßig ausgeleuchtet, die Farben neutral oder mit einem Wort: "brilliant". Das ist selbst heutzutage ( knapp 3 1/2 Jahre später ) keinesfalls selbstverständlich, auch nicht bei Produkten von Markenherstellern. Bei einigen TFTs sind leichte vertikale Streifen zu sehen, die Hintergrundbeleuchtung ist zu schwach oder nicht gleichmäßig über die Bildschirmfläche verteilt (Clowding etc.p.p.). Aber dieser Monitor war eine echte Alternative zu meinem sehr guten Acer 19" CRT, insbesondere da sich der aufgrund der neutralen Farbgebung sogar für die "Königsdisziplin" am PC -der elektronischen Bildbearbeitung- recht gut eignet.
Obwohl dieser Monitor primär für das Arbeiten gedacht ist, hat er auch keine Probleme mit DVD-Filmen oder schnellen Computerspielen. Neben den allgemeinen Vorteilen von Flachbildschirmen geringer Platzbedarf, geringes Gewicht, Ästhetik, und bei diesem Modell fast ein Revolutionär geringer Energieverbrauch samt Augenfreundlichkeit verfügt der HP 1702 über ein ansprechendes Design, ein überdurchschnittlich gutes Bild und eine exellente Verarbeitung. HP gibt eine Garantie von 3 Jahren, incl. Hintergrundbeleuchtung.
Und der letzte Satz ist nun mein Stichwort, denn kurz nach der HP Garantiezeit mit Vorort-Austauschservice hat sich mein geliebter HP 1702 vom Monitor-Leben relativ unspektakulär verabschiedet. Soll heissen, er liess sich von einen Tag auf den nächsten nicht mehr anschalten, war also defekt.
Was war nun der Grund für diesen überraschenden kapitalen
Geräte-Defekt ? Hier die Lösung inform von 9 Bildern , welche ich
von zwei (!) HP 1702 Modellen geschossen habe. Ein Gerät hatte einfach
nur aufgeblähte Elkos ( alle 4 ) und ein anderes hatte drei total
zerstörte Elkos ( 1 sah noch gut aus ) welche neben dem aufblähen
auch massiv Elktrolyt am Deckel oben ausgespruckt haben...
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Auf dem im Monitor integrierten und montierten Schaltnetzteil und der
primären Seite, befinden sich 4 Elektrolytkondensatoren ! Bei allen
4 ist ein Aufblähen der
Aluminiumgehäuse auf den
ersten 4 Bildern oben sehr gut erkennbar. Sogar etwas Elektrolyt ( das braune
Krümel-Zeugs auf der Oberseite ) war dort ausgetreten. Auf den unteren
4 Bildern ist nicht nur das Aufblähen erkennbar, sondern besonders gut
das ausgetretene Elektrolyt ( die sind quasi aufgesprengt worden ). Wenn
nur das aufblähen passiert, ist der "Elko" zu 99.9% im Eimer resp. nicht
mehr funktionsfähig. Das passiert immer dann, wenn ein Hersteller eine
schlechte oder minderwertige Charge Elkos einkauft und diese dann
lange Zeit bei
hohen Frequenzen des Schaltnetzteils "gekocht" werden. Also die Verlustleistung
führt zur Erhitzung des Elkos und somit auf Dauer auch zu seiner
Zerstörung. Von diesem Problem ist nur eine ganz
spezielle Revision betroffen, denn den HP 1702 gibt es in zwei
Hardware-Versionen. Die Version mit DREI
GEHÄUSESCHRAUBEN ist von diesem Problem NICHT betroffen ( übrigens:
diese haben empfindliche Inverter was ein kompletten Austausch des Netzteils
mit den Invertern erfordert...aber das ist ein Thema für eine gesonderte
Web-Page ). Links habe ich den Geräte-Typ abgebildet, welcher
NICHT von obigen betroffen ist. Zu erkennen an dem aufgeklebten Typenschild
und den drei Gehäuseschrauben. Betroffen hingegen
sind die Modelle mit dem im Kunststoff eingegossenen HP-Logo und den
zwei Gehäuseschrauben unten rechts und links
! Und exakt diesem Revisions-Typus ist diese Page gewidmet !
Was ist zu tun ? Die oben auf den Bildern zu sehenen aufgeblähten defekten Elkos ( Low-ESR 1000µF; 16 Volt; 105 Grad Celsius ) müssen ausgetauscht werden, denn mit solchen Elkos kann der Monitor garnicht funktionieren...
Und an dieser Stelle komme ich -wie von meinen Basteleien gewohnt-, zu einer meiner "Schritt für Schritt" Anleitungen um den defekten Monitor in Eigenregie wieder zu reaktivieren. Übrigens, obiger Elko-Fehler bei dem HP 1702 ist kein Einzelfall, denn ich habe über Monate Ebay beobachtet und verwundert festgestellt das dort immer die gleichen Personen exakt diesen defekten Monitor ( resp. die Baugleichen Modelle ) einkaufen um dann kurze Zeit unter anderen Ebay-Namen ( repariert ) wieder einzustellen. Ein sehr gutes Geschäft, wenn man bedenkt, das sich ein defekter HP 1702 für nur 7-15 Euro bei Ebay einkaufen lässt; dieser in 20 Minuten und 0.80 - 1.20 Materialaufwand wieder reparieren kann um dann bis zu 60 Euro Reingewinn durch den Verkauf dieses reparierten Modelles einzufahren. Aufgrund der Vielzahl identischer Defekte muss man also von einem Serienfehler dieses Modells ausgehen. Also wenn der Monitor auch bei Euch nicht mehr reagiert und sich tot stellt, führt diese Anleitung höchstwahrscheinlich ( >95% ) zum Erfolg. An dieser Stelle entschuldige ich mich bei jedem, der mittels Ebay diese wunderbaren Recycling-Geschäfte macht. Aber das Internet ist nunmal auch dazu da ( bzw. sollte es sein ), um sich Gegenseitig zu helfen und das werde ich jetzt recht Hemmungslos tun...
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Diese 4 aufgeblähten oder ausgelaufenen ( obige Bilder zeigen in Gruppen zu jeweils 4 Bildern zwei unterschiedliche HP 1702 Platinen !!! ) und somit defekten Elkos ( Low-ESR 1000µF; 16 Volt; 105 Grad Celsius ) zum Stückpreis von ca. 20-30 Cents müssen gegen neue ausgetauscht werden. Um löten zu können muss hierfür die Netzteilplatine wie folgt entfernt werden...
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An dieser Stelle "Herzlichen Glückwunsch !" |
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Dann noch ein 48 Std. Dauerbelastungstest und die Sache kann als erledigt betrachtet werden. Bis heute ( 1 1/2 Jahre nach diesem Eingriff und pro Tag ca. 4-6 Stunden ) läuft der erste Monitor ohne Probleme ! Der zweite Reserve-Monitor auch, aber dessen Reparatur ist erst ein paar Wochen her. Sollte sich das irgendwann mal ändern, werde ich an exakt dieser Stelle Bericht erstatten. Abschliessend noch ein bisschen ergänzendes Material für den "HP 1702" zum Downloaden:
So, ich hoffe der eine oder andere konnte mit obigen Informationen etwas anfangen. Falls "ja", hat sich die Erstellung der Page gelohnt und mich würde es freuen, anderen hier mit meiner hoffentlich nachvollziehbaren preiswerten 1,20 Euro Bastel-Anleitung ein kleines bisschen geholfen zu haben...