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"Neuwagenkauf beim Kieler Nissan-Händler". Da ich mit meinem ReImportierten Internet Almera N15 ( gekauft 2000 ) sehr zufrieden war und dieses Fahrzeug zwischenzeitlich knapp 4 Jahre in meinem Besitz war, stand nun durch einen Zufall der Kauf des neuen Nissan Almera N16 in der brandneuen 2004 Facelift-Variante an. Und wie sollte es anders sein, auch dieser Kauf entpuppte sich als nicht gerade einfach, obwohl ich den diesmal sogar beim Kieler NISSAN Händler erwarb. Diese kleine Extra-Page soll einen hoffentlich interessanten Eindruck vermitteln, was für Probleme und Hürden in meinem speziellen Fall "wieder mal" zu nehmen waren, denn ganz so problemlos lief es auch bei einem Kieler Händler in meinem konkreten Fall leider auch nicht ab...
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| Wie alles begann (Ende März 2004): | Nach nun fast 4 sehr zufriedenen Jahren mit meinem 2000 ReImportierten Internet Almera und der Tatsache das mein Bruder ( sein 16 Jahre alter Audi 80 musste ersetzt werden ) dringend ein rel. neues gutes und wirtschaftliches Automobil benötigte, stand mit der Sinn wieder einmal nach einem Neuwagen. Es kamen zwei Modelle als Ersatz für meinen Almera-N15 -den mein Bruder bekommen sollte- in die engere Wahl. Einmal ein BMW MINI ONE und natürlich wieder ein neuer Nissan Almera".
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| Die Suche: | Zuerst hatte ich mich bei BMW ( im Autohaus
Hansa hier in Kiel ) umgesehen und der Mini One / Mini-Cooper war ein wirklich
schickes und optisch und auch technisch interessantes Automobil. Nicht ganz
billig mit bis zu 20.000 Euro, aber es war schon immer etwas teurer einen
besonderen Geschmack zu haben. Also beim Verkäufer des Autohaus
Hansa´s ( an dieser Stelle nenne ich keine Namen um diese
Verkäufer-Pappnase nicht zu diskreditieren ) telefonisch von meinen
Absichten informiert und für die drauffolgende Woche einen Termin zwecks
Probefahrt abgemacht.
Dieser schleppte mich mit den Worten "erstmal
möchte ich Sie näher kennenlernen" in seinen Verkaufsglashaus und
stellte mir Haufenweise ziemlich hirnrissige Fragen. Da ich kein
unhöflicher Mensch bin, habe ich dieses "kennenlernen" über mich
ergehen lassen, ihm aber zu verstehen gegeben, das ich im grunde nur ein
Auto kaufen möchte. Auf die Frage, wann ich denn mit dem Mini mal 1
Stunde fahren dürfe, wich der Verkäufer aus und meinte, das ich
eine Probefahrt in 14 Tagen -aber dafür einen ganzen Tag- machen
dürfe. |
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| Der Kieler Nissan-Händler: | Aber was tun mit mit freigehaltenen Vormittag
der eigentlich für BMW Reserviert war und dann ggf. in einem Kauf gipfeln
sollte ? Kurzerhand entschloss ich mich ganz spontan zum Nissan-Händler
( Olympic Auto Kiel ) zu fahren, bei dem ich meinen Internet-Almera
N15 regelmässig warten liess und mit den Service-Leistungen zufrieden
war. Dort
angekommen,
schoben die Verkäufer gerade 2 Stück 2004 Modelle des Facelift-Almera
N16 in den Verkaufsraum. WOW...diese neuen Modelle sahen interessant aus
und waren auch Preislich meine Kragenweite. 13.990 Euro kostete die in
Unilackierung mit einer kostenlosen Zusatzausstattung im Wert von 2100
Euro ( nannte sich "Nissan PLUS-Initiative" ). Viel Auto für das Geld
wie ich fand und ein durchaus angemessener Preis. Sofort kam auch ein
etwas "(aal)glatt" wirkender junger Verkäufer herbei geeilt, der
sah, dass ich Interesse für eines der beiden Modelle zeigte. Ich fragte
diesen "Juniorverkäufer", wie lange man denn bei Nissan auf eine Probefahrt
warten müsse ( in Anlehung meiner heutigen negativen BMW-Verarschung
), und dieser entgegnete mir, das es in 2 Stunden losgehen könne, so
ich es denn nur wollte. "WOW...", das ging aber flott, zu flott für
meinen Geschmack. Also vereinbarte ich mit dem Verkäufer spontan eine
unverbindliche Probefahrt für den nächsten Tag und bin mit einem
Stapel Brochüren und Preislisten nach Hause gefahren.
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| Preis-Recherche im Internet: | Um
herauszufinden, ob der Preis beim Kieler Nissan Händler brauchbar war,
habe ich natürlich das Internet bemüht und versucht Fahrzeuge als
ReImport mit identischer Ausstattung Europaweit zu finden. Das klappte auch
sehr gut, allerdings gab es diese Ausstattungs-Varianten ReImportiert ( das
meiste und günstigste stand in Benelux ) nicht wirklich segnifikant
günstiger. Und wegen 100-300 Euro Ersparnis gehe ich nicht den Weg
über einen ReImporteur um dort wieder einmal Blind zu kaufen. D.h. der
Preis von Nissan resp. Olympic Auto Kiel war grundsätzlich in Ordung
und das Auto nicht wirklich teuer. Einzig Haken an der Sache war, dass es
nur einen aufgemotzten verspoilerten 3 Türer oder nackten 5 Türer
für 13.990 in Unifarben gab. D.h. man musste die bei Nissan hier in
Kiel so nehmen, wie die da standen resp. bei Zulieferer auf dem Hof stehen.
D.h. man hat keinerlei segnifikanten Einfluss auf die üblichen
Ausstattungs-Details. Damit kann ich persönlich gut leben, denn
die Modelle waren ansich sehr stimmig und passend ausgestattet.
Nissan-Typisch--->Viel Auto fürs Geld und keine Gefahr übern
Tisch gezogen zu werden
! |
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| Die Probefahrt 02.04.2004: | Nachdem ich gestern einen Termin für die
Probefahrt mit dem Verkäufer vereinbart hatte, fuhr ich als gebranntes
BMW-Kind heute skeptisch auf den Hof zu Nissan Olympic Auto um die Probefahrt
mit dem Nissan-Almera N16 anzutreten. Der Verkäufer erwartete mich auch
schon; keine Wartereien; keine Nervereien; einfach nur unkompliziert. Er
machte noch eine Kopie von meinem Personalausweis und Führerschein und
drückte mir dann den Schlüssel in die
Hand
um mich zum Vorführwagen nach draussen zu begleiten. 10 Minuten später
sass ich eingewiesen in dem Facelifted Nissan Almera N16 und fuhr erwartungsvoll
vom Hof. Sofort fiel mir auf, dass die Kupplung sanfter und besser
dosierbar als bei meinem "alten N15 Almera" funktionierte und das Handling
grundsätzlich sehr angenehm war. Einzig der sehr brummige 1,5 Liter
Motor ( mit 100 PS ) und die leicht hakelige Schaltung ( vom 4ten Gang runter
in den 3ten ) gefielen mir nicht so gut. Das wars dann auch schon mit der
Mängelliste. Das Auto schnurrte brummig wie ein Kätzchen und das
Handling erwies sich als angenehm. Der Innenraum wirkte deutlich geräumiger
als bei meinem alten Almera-N15 und nach ca. 45 Kilometern, stand für
mich fest, das mir dieses auch optisch interessante Automobil durchaus gefallen
könnte. Gut; er hatte nur 3 Türen; keinen N-Form Bordcomputer;
nur 15 Zoll Stahlfelgen; keine elek. einstellbaren Rückspiegel; kein
grossen Schickschnack. Aber das sind Dinge, die man nur im deutlich teureren
Almera-Acenta N16 finden kann. Dieses Sparmodell nannte sich "Almera 3T;
1,5 Visia Pak CD AC". Klimaanlage; CD-Audiosystem mit 6 Lautsprechern;
Seiten und Dachspoiler; Nebenscheinwerfer etc.p.p.
Vergleichsweise viel Auto für nur 13.990 Euro ! Nachdem ich wieder zurück von meiner Tour war, stand der Verkäufer auch schon lächend im Verkaufsraum und wusste instinktiv, dass mir diese sehr gefallen hat. Ich sagte Ihm das dann auch, und zeigte Ihm auf, dass ich noch ein paar Tage drüber schlafen müsse, ehe eine evt. Kauf-Entscheidung meinerseits reifen würde. |
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| Der Kauf 08.04.2004: |
Wir waren uns also Handelseinig und ich sollte am Donnerstag den 08.04.2004 mit dem grossen Geldstapel ins Geschäft kommen und meinen neuen Wagen wie oben vereinbart erhalten. Um 12 Uhr hatte ich Donnerstag den Abholtermin und war schon gegen 11:30 überpünklich mit 14.500 Euro in der Tasche bei Nissan und freute mich riesig auf mein neues Auto. 12 Uhr....man liess mich warten und ich "tankte" dort mehrere Tassen Kaffee. 12:00 Uhr....man liess mich immernoch warten, vom Verkäufer keine Spur....13 Uhr...und endlich kam der Verkäufer in den Verkaufsraum geeilt um sich 1000mal für die Warterei zu entschuldigen. Und dann kam der Hammer: Er entgegnete mir, dass es heute mit dem Auto nichts mehr wird, da irgendwie alles schiefgegangen sei. Verbitterung meinerseits machte sich breit, denn da sass ich nun mit einem Haufen Geld in der Tasche ohne Auto. Ich zahlte an der Kasse schonmal vorab das Fahrzeug, denn ich verspürte keine Lust nochmal mit einem so grossen Geldbetrag Cash zufuss durch die Gegend zu latschen. Zudem versprach er mir, die Übergabe für "übermorgen" also Samstag 13 Uhr und fuhr mich ( mangels Auto da ich meinen alten Almera vormittags meinen Bruder verkauft hatte ) mit einem Nissan-Firmenwagen wieder nach Hause. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie gepestet ich war, denn wenn man etwas zusagt, muss man das auch zwingend einhalten. Dumm gelaufen und hoffentlich kein schlechtes Zeichen für das was da noch kommen wird.... |
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| Samstag Die Übergabe und Formalitäten: |
![]() ...endlich
"Samstag 13 Uhr" Abholtag für meinen neuen Almera. Diesmal fuhr mich
mein Bruder mit seinem neuen Almera resp. meinen alten zu Nissan damit ich
endlich meinen Neuwagen in empfang nehmen kann. Der Juniorverkäufer
erwartete mich auch schon und wird füllten in seiner Verkaufsbude einen
ganzen Berg an Papieren und Übergabebelege und Garantiekarten
aus. Ich unterschrieb gutgläubig alles blind und liess diese quälende
Prozedur einfach über mich ergehen. Nach einer 1/2 bis 3/4 Stunde war dann alles geschafft und ich stiefelte dann mit dem Berg Papier zu meinem schicken neuen Almera N16 der draussen auf dem Hof mit Wunschkennzeichen "auf mich wartete". Dabei fiel mir nebenbei auf, dass der silberne Almera aus dem Verkaufsraum fehlte ( lasst Euch überraschen und lest bitte weiter ! ). Zwischenzeitlich machten sich die Verkäufer dadran Olympic Auto abzuschliessen, denn um 14 Uhr ist dort Samstags feieraband. Ich war demnach der letzte der dort war. Also zusammen mit meinem Bruder zum neuen Auto gegangen um zu inspizieren ob alles grob in Ordung mit dem Wagen ist ( zumindest optisch )... |
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| Der Schock / Schaden: | ...und mich traf sofort der Schlag. Der frisch
zugelassene Almera N16 auf dem Hof -also meiner- war völlig im Eimer.
Innerhalb von 5 Minuten hatte ich eine Vielzahl grosser Mängel ohne
Probleme ausgemacht. Hier mal ein kleiner Auszug...
Kotflügel links >40 (!) Lackschäden ( scheinbar ist da Säure verschüttet worden ):
Fahrertür--> Lackschaden:
Heckklappe-->Lackschaden bis auf´s Blech -ROST-:
Beifahrerseite-->Lackschaden bis auf´s Blech -ROST-:
Windschutzscheibe--->innen 2 Stk. Fühl/Sichtbare Kratzer ( einer davon 10cm lang ):
Frontspoiler--->3 * 2 cm Transportschaden:
Front-Grill--->Lack bis runter auf´s nackte Kunststoff beschädigt:
...und das alles in nur 5 Minuten auf die Schnelle an einem NEUWAGEN gefunden. An dieser Stelle fühlte ich mich ein bisschen derbe verarscht. Denn man hatte mir offenbar entgegen allen Versprechungen den Aussteller aus dem Verkaufsraum andrehen wollen ( wohl nicht ohne Grund, wenn man sich die Schäden oben anschaut ). Und das in einem Zustand, den selbst ein blinder Mensch keinesfalls akzeptiert hätte. Eine Frechheit ein solches Auto einem Kunden übergeben zu wollen, wobei nun auch ein Schuh aus den vorab blind unterschriebenen Papieren wurde. Ich also auf den letzten Drücker wieder in den Laden gerannt und den Verkäufer gebeten, sich diese Frechheit mal anzuschauen und mir bitte zu erklären. Das neue Auto befand sich in einem Zustand der ganz klar schlechter war, als der meines 4 Jahre alten gut gepflegten Almeras. Sichtlich geschockt schüttelte selbst der Verkäufer den Kopf und ich eröffnete ihm, dass ich dieses Fahrzeug keinesfalls akzeptieren werde. Ich habe kein Problem mit einem oder 2 kleinen Macken die man ausbessern kann, aber das ging dann wirklich zu weit und ganz böse Menschen könnten schon fast eine betrügerische Absicht unterstellen. Grund: Soetwas muss man einfach sehen resp. bewusst wegschauen um es nicht sehen zu wollen ! Er meinte, das alles geregelt wird und ich erstmal den Wagen mitnehmen sollte um sich dann am Dienstag ( das lange Osterwochenende stand an ) alles weitere zu meiner Zufriedenheit regeln würde. Zusätzlich bat ich den Verkäufer die Schäden schriftlich zu dokumentieren und mir das schriftlich mit zu geben. Ich fuhr also mit diesem Neuwagen - "Totalschaden" nach Hause und dokumentierte den desolaten Zustand vor Zeugen mit einem Fotoapparat ( siehe Bilder oben ) um Beweise in der Hand zu haben, falls es Stress geben sollte. Für mich stand fest, dass ich diesen Wagen NICHT behalten werde und das Osterwochenende war zudem ganz klar gelaufen. Soll heissen, ich durfte den Wagen keinesfalls bewegen, damit da nicht unnötig Kilometer auf die Uhr kommen und ein Umtausch somit nicht gefährdet ist. Ich war so dermassen enttäuscht und genervt, dass kann sich niemand ausmalen und wusste zudem auch, das nun der echte Stress noch kommen wird. Im nachhinein ärgere ich mich über meine eigene Dummheit, denn ich hatte Nissan blind vertraut, einen seriösen Kieler-Händler sollte man im grunde vertrauen können. Aber so kann man sich leider irren und wieder einmal habe ich etwas erschreckendes dazu gelernt ! Oder ganz kurz: "SCHEISSE...ALLES GÄNGSTER". |
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| Dienstag: Die Reklamation : |
Bin am heutigen Dienstag mit zur Faust geballten Gesicht ( ich bin immer sehr freundlich und ein sehr angenehmer unkomplizierter Kunde ) zu Nissan gefahren. Die Zeichen standen nach dem versauten Osterwochenende mit diesem Neuwagen-Schrotthaufen auf Krieg und diesmal werde ich keine Kompromisse eingehen oder Gefangene machen. Mein Verkäufer stand auch schon Gewehr bei Fuss und konnte schon sehen das ich angepisst auf Ihn zu kam. Nach einem kurzen sehr sachlichen Gespräch, bat er mich mit dem Wagen am morgigen Tage ( Mittwoch ) nochmal vorbeizuschauen, da er zwischenzeitlich schon Nissan-Gutachter von Nissan-Deutschland bestellt hatte, die sich das Fahrzeug persönlich anschauen wollten. Ich erklärte mich damit einverstanden und übergab Ihm noch die Ausdrucke der geschossenen Bilder um diese dem Chef von Olympic Auto Kiel in die Hand zu drücken. | ||||||||||||||||||||
| Mittwoch: Umtausch- Verhandlungen: |
Es war nun Mittwoch und wie gefordert stand
ich pünktlich erneut auf dem Händler-Hof. Man liess mich ca. 30
Minuten warten und der Geschäftsführer mit zwei Nissan-Deutschland
Mannen begrüssten mich höflich. Danach ging es zum Fahrzeug wo
ich den beiden Nissan-Sachverständigen und dem Geschäftsführer
die obigen Schäden zeigte.
Diese untersuchten das Fahrzeug resp. die Schäden
mit Speziallupen und redeten Nissan-Internes Zeugs welches ich
Ich gab unmissverständlich zu verstehen, dass ich auch notfalls Rechtmittel einsetzen werde um zu meinem Recht als Neuwagen-Kunde zu kommen, aber ein Umtausch/Wandlung das mindeste darstellt, um mich als Kunden nach den ganzen Ärger wieder halbwegs zufrieden zu stellen. Man konnte dem Chef genau anstehen, dass der sich das natürlich anders vorgestellt hat. Zwischenzeitlich ging es draussen ans eingemachte und man bat mich in den Verkaufsraum zu gehen, damit sich die drei werten Herren draussen ungestört unterhalten konnten. Man konnte spühren, dass nun der Haftungspart zwischen NISSAN Deutschland und dem Kieler Nissan-Händler ausgefochten wurde. 2 Tassen Kaffee und 3 Zigaretten boten mir die Zeit mich im Verkaufsraum ein wenig umzuschauen. Und was musste ich dort sehen. Dort stand ein Nissan Almera in der hochwertigsten ACENTA-Plus Austattung. Das Auto hatte 5 Türen; Lederlenkrad; innen Aluminium Applikationen; N-Form Bordcomputer; 16 Zoll Leichtmetallfelgen; im Innenraum alles elektrisch verstellbar und sehr viel an nützlichen Schnickschnack. Das Teil war brandneu reingekommen und kostete knapp 16.000 Euro. Ein sehr schönes Auto, mit dem ich mich auch anfreunden könnte, dachte ich gedankenversunken so bei mir.... Kurze Zeit später kam der Chef von Olympic Auto Kiel zu mir in den Wartebereich ( den ich mittlerweile sehr gut kannte ) und bat mich in den Verkaufsbude des Herrn Lehmann. Herr Lehmann war ein Verkäuferkollege des Juniorverkäufers ( der zwischenzeitlich absolut nichts mehr zu melden hatte ) und sehr sympatisch und ehrlich wirkender Zeitgenosse. Da sassen wir nun zu dritt in seiner Bude. Der Chef steckte sich erstmal eine fette Zigarre an und verpestete sichtbar genervt das Büro des Herrn Lehmann. Ich hingegen äusserste ( mal wieder ) das ich nur ein einwandfreies Auto haben möchte und mir nicht der Sinn nach Rechtsstreitigkeiten steht, diese aber als Option durchaus im Bereich des möglichen lägen und ich bis zum äussersten gehen werde. Allein der obige Vorgang war meiner Meinung nach mehr als man einem Kunden zumuten kann.
Der Almera Acenta Plus sollte mich was den Differenzbetrag anging ca. 1700 Euro zustätzlich kosten ( in der Met.Lackierung ca. 16.000 Euro ). Hier wurde es haarig, denn ich war grundsätzlich mit der Wandlung meines defekten einverstanden, würde aber für 1100 Euro Aufpreis auch das deutlich bessere Modell nehmen. Der Chef war wie verrückt am Rechnen und das war ihm ganz klar zu wenig ( hatte mir auch schon fast gedacht das er nicht drauf eingehen wird ), drum erhöhte ich mein Angebot auf 1200 Euro mit dem Angebot obigen negativen Vorfall zu vergessen aber auch einen 1:1 Umtausch meines jetzigen Almeras zu akzepieren. Es verging ca. 1 Minute in der der Chef dann auf dem Taschenrechner herumtippte; die Augenbrauen verzog; zerknirscht aussah und weiterhin an seiner Zigarre übel richenden Qualm in der kleinen Bude erzeugte. Mir war es egal, denn entweder ich bekomme einen neuen Almera Visia Plus oder für den 1200 Euro Aufpreis ( mit leichten Abschlag von ca. 400 Euro ) den hochwertigsten aller Almeras in der oben beschreibenen Traumkonfiguration. So oder so, ich wäre zufrieden.
Herr Lehmann meinte nur, dass er mich morgen am Donnerstag anrufen wird damit ich mir den frisch gelieferten Wagen anschauen kann. Desweiteren war er so nett und deponierte den Fussmatten-Satz meines alten zurückgegebenen Wagens in seinem Schrank und beteuerte, dass er soetwas an beschädigten Fahrzeug in seiner gesamten Verkäufer-Karriere auch noch nie zu Gesicht bekommen hätte und er meine Verärgerung sehr gut verstehen und nachvollziehen könne. Irgendwann stiefelte ich dann total erschöpft als frisch gebackener Fussgänger wieder nach Hause um dann nochmals einen Tag auf den Anruf zwecks Sichtung meines neuen Almera Acenta zu warten. Ein harter Umtauschtag neigte sich dem Ende und voller Zuversicht konnte ich nun nach Tagen der Nerverei und Ärgers wieder normal schlafen. |
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| Donerstag: Die Sichtung des neuen Almera Acenta Plus: |
Donnerstag gegen 17 Uhr klingelte bei mir zuhause
das Telefon. Der Herr Lehmann war am Rohr und meinte, dass mein neuer Almera
Acenta auf dem Hof steht und ich diesen auf Beschädigungen
überprüfen kann. Umgehend hatte ich meinen Bruder angerufen und
gebeten mich zu Nissan zu fahren, um dort gemeinsam nach dem 4 Augen-Prinzip
Schäden zu suchen.
Das Auto war bis auf den Schaden am Spoiler vorn, so wie es sein soll. Nichts anderes muss man bei einem Neuwagen erwarten und ich gab Herrn Lehmann grünes Licht den Wagen für den morgigen Freitag zuzulassen ( natüerlich wieder mit Wunschkennzeichen ) den Front-Schaden reparieren/lackieren und natürlich aufbereiten resp. säubern und von der Nissan-Werkstatt startklar machen zu lassen. Und wieder ging es ohne Auto nach Hause, aber mit dem Wissen das ich morgen nun endlich ein Fehlerfreies Auto erhalten werde. Eines mit 2 Türen mehr; eines mit schicken Alu-Applikationen; einen grosen N-Form Bordcomputer; alles elk. einstellbar; vielen nützlichen Innenraum-Gimmicks; 16 Zoll-Alu Felgen; einer echten Klima-Automatik; schickem griffigen Lederlenkrad; Audio-Fernbedienung am Lenkrad etc.p.p. Ein Auto wie aus einem Guss ohne Kompromisse mit mehr Schnickschnack als ich eigentlich benötige. Aber das zu einem günstigen Preis bei dem ich einfach zuschlagen muss. Das war nun die Entschädigung für den ganzen Stress mit dem defekten Almera. Irgendwie besitze ich das Talent, das beim Autokauf immer erst im zweiten Anlauf alles richtig gut läuft ! Ich konnte den Freitag somit kaum noch abwarten... |
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| Freitag: Der Abholtag: |
Es war endlich Freitag und gegen 16 Uhr klingelte wieder das Telefon. Herr Lehmann von "Nissan Olympic Auto " meldete, das mein Nissan Almera Acenta Plus sauber; repariert; vollgetankt und zugelassen auf mich wartet.
30 Minuten später stand ich mit 1200 Euro unterm
Arm bei Nissan auf dem Hof und da stand der neue Nissan Almera schick; sauber
und mit Wunschkennzeichen ( eine Nummer höher als beim alten ) und schrieh
förmlich "fahr mich" ! Der Herr Lehmann war auch nicht weit entfernt
und wir erledigten nun wieder die Formalitäten und den ganzen üblichen
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Nach 20km schon der erste Defekt: |
Nach der ersten kurzen vorsichtigen Spritztour
( die ersten 1600km sind Einfahrphase welche ich pingelig genau nach Vorschrift
einhalte ) zeigte das Bordsystem des Almeras auch schon den ersten grossen
Defekt an. Das ABS-System war ausser Funktion und lauf Bedienungsanleitung
musste der Wagen in die Werkstatt. Fuck ! 20 km gefahren und schon der erste
Defekt ! Das geht ja richtig gut los....
Ich also bei Nissan angerufen und denen das Problem geschildert. Man beorderte mich wieder auf den Hof zum Händler wo dann einer der Nissan Techniker mit einem digitalen Diagnose-Gerät die Daten aus dem Zentralcomputer ausgelesen hat. Ernüchternes Ergebnis: "Vorne Links ABS-Dignalgeber defekt". Dieser wurde dann kurzerhand bestellt und man würde mich schriftlich informieren, sobald dieses Ersatzteil eintrifft und auf Garantie eingebaut werden kann. Man versicherte mir zudem, dass dieses ein Teil ist, welches im grunde nur extrem selten kaputt geht aber man durchaus auch ohne ABS-Unterstützung bis zum Eintreffen des Ersatzteiles weiterfahren darf. Nach 20km schon den ersten Defekt, da wollte ich mir garnicht ausmalen, was wohl alles nach 50km im Eimer ist....smile... Satte 2 Wochen später lag wie versprochen Post im Briefkasten, wo mir eröffnet wurde, dass der ABS-Signalgeber eingetroffen ist und ich den nun kostenlos einbauen lassen kann. Ein kurzes Telefonat und schon stand der Einbautermin. Da ich in meinem alten Almera N15 wegen div. Marderattacken von Nissan einen SecoRüt "Mardershocker Kfz" ( Artikelnummer 90120 ) habe einbauen lassen, wollte ich natürlich auch meinem N16 diesen sicher funktionierenden Mardershocker spendieren. Diesen hatte man mir vor einem Jahr fuer 51.70 Euro plus 12 Euro Einbaukosten verkauft. Das erschien mir zwischenzeitlich für die Mardershocker-Hardware ein wenig zu teuer, drum nahm ich kontakt mit der Firma SecoRüt auf, welche mich an einen Kieler KFZ-Grosshändler verwiess. Dieser Grosshändler nannte sich "Theunissen (Horst Theunissen GmbH im Schreberweg 3; 24119 Kronhagen; Tel. 0431/54627-0) und man eröffnete mir dort das zwar 3 Stück dieser Mardershocker vorrätig waren, aber man diese nicht an Endkunden verkaufen würde. Nach kurzen Verhandlungen meinerseits, liess sich Theunissen doch breitschlagen ( ich wurde dann als Kunde: "DIVERSER" im EDV-System gelistet ) und ich bekam dann den begehrten SecoRüt Mardershocker für 22.15 Euro ( das wird wohl auch Nissan letztes Jahr dort bezahlt haben, wobei ich mir die Frage stelle, wie die Nissan-Mannen auf einen Gerätepreis von 51.70 Euro kamen ?!?! Das weiss wohl nur OlympicAuto Kiel, womit wir schnell den Mantel des Schweigens über diesen "Ich denk mir mal einen Preis mit Gewinn aus" legen ! ) plus der obligatorischen 16% Märchensteuer. Also unterm Strich zahlte ich 25.69 Euro fuer das identische Original verpackte Gerät ( der rote Pfeil auf dem unten gezeigten Bild markiert den eingebauten Mardershocker ).
An dem Reparaturtag fuhr ich also mit dem Wagen termingerecht wieder bei Nissan vor ,damit der defekte ABS-Sensor gewechelt werden konnte und nebenbei legte ich den selbst organisierten identischen SecoRüt Mardershocker mit der "Bitte um Einbau" auf den Tisch. Nach 3 Stunden durfte ich meinen reparierten Wagen wieder abholen und ich fragte natürlich was ich denen denn für den Einbau des Mardershockers schuldig bin. Antwort vom Meister "da Sie schon so früh einen Defekt mit Ihrem Neuwagen hatten, ist der zusätzliche Einbau kostenlos und Nissan-Service". Super ! Nun hatte ich meinen Wagen zurück; der ABS-Fehler war weg und im Motor-Innenraum werkelte wie auch schon bei meinem alten Almera der bewährte Mardershocker was auch nötig ist, da der Motorraum unten offen wie ein Scheunentor ist.
Weitere Probleme sind bis zum heutigen Tage (
Kilometerstand 11000km ) nicht aufgetreten. Die 1600km Einfahrphase ist
mittlerweile abgeschlossen ( habe mich sehr pingeltig an die Fahrinstuktionen
des Handbuches gehalten ) und das
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Logbuch ( auch der Probleme auch mit Olympic Auto Eckernförder Strasse in Kiel): |
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Ausstattungsmerkmale meines Almera Acenta Plus N16:
SICHERHEIT
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KOMFORT
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TECHNIK
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