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MPEG II-Multichannel Das Konkurrenzsystem zu AC-3 hat die "Motion Picture Expert Group" (MPEG) entwickelt, ein Gremium aus verschiedenen europäischen Institutionen und Firmen der Unterhaltungselektronik unter der Federführung von Philips. Die Niederländer favorisieren ihr MPEG-2-Audio-Verfahren als Tonstandard für die europäischen PAL-DVDs. Genauso wie AC-3 codiert MPEG-2-Audio fünf Kanäle mit vollem Frequenzumfang und einen zusätzlichen Baßkanal. Die Abfolge der einzelnen Schritte ist allerdings anders: Vor der Codierung werden die Informationen von Center- und Surroundkanälen und die des Baßkanals zu den beiden Hauptkanälen addiert ( siehe Grafik ). Der Encoder legt dann nur noch die beiden Hauptkanäle mit Center-, Surround- und Baßkanal zusammen.
Damit aus diesem Gemisch im Wohnzimmer wieder Raumklang in Digitalqualität
wird, entschlüsselt der Decoder das Digitalsignal von der DVD und spielt
entweder die beiden Hauptkanäle als Stereosignal oder
5.1-Kanäle ( erlaubt sogar
7.1 Kanal-Übertragungen ) als getrennte
Der DVD-Standard gibt für den 5.1 Kanal-Ton die Datenrate von 640 Kilobyte pro Sekunde als Obergrenze vor, Philips will auf der DVD MPEG-2 Ton mit einer variablen Datenrate codieren - nach dem Prinzip: "Datenhungrige" Ton-Passagen bekommen mehr, schlichtere Klänge weniger Bits. Im durchschnitt soll die Datenrate aber um 384 kb/s betragen. Dieses System konnte sich 1998 nicht durchsetzen und wurden von Dolby-Digital AC-3 überrollt. Es gab auch keine ( ausser von einer Handvoll Hersteller ) MPEG-2 Audio-Decoder zu kaufen, geschweige denn Filme mit MPEG-2 Ton. Dieses System hat sich also nicht durchsetzen können und wird hier nur der Vollständigkeit halber mit aufgeführt. |